Film Festival
In Zürich findet ab November erstes Arabic Film Festival statt

Das städtische Filmpodium in Zürich lädt ab 16. November zum ersten Arabic Film Festival. Programmiert sind 18 Filme, eine Reihe Animationsfilme und eine Podiumsdiskussion. Am ersten Wochenende sind etliche Filmschaffende anwesend.

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Erstes Arabic Film Festival findet in Zürich ab dem 16. November statt. (Symbolbild)

Erstes Arabic Film Festival findet in Zürich ab dem 16. November statt. (Symbolbild)

Keystone

Eröffnet wird das Festival mit dem irakischen Dokumentarfilm «In My Mother's Arms» (2011). Er erzählt von einem Waisenhaus in Bagdad, wo Kinder, die ihre Eltern im Krieg oder bei Bombenangriffen verloren haben, Aufnahme finden.

Der ägyptische Film «Kairo 678» (2010) zeigt, dass sexuelle Belästigung in Ägypten auch nach dem arabischen Frühling ein gesellschaftlich brisantes Problem geblieben ist. Der Eröffnungstag endet mit dem spanischen Film «Wilaya» (2012), der sich der maurischen Volksgruppe in der Westsahara, den Saharaui, widmet.

Mit «The Last Friday» wurde 2012 zum ersten Mal ein jordanischer Film an der Berlinale gezeigt. Am Festival International de Films in Fribourg wurde er mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet. Nun ist er auch in Zürich zu sehen.

Programmiert ist auch eine Schweizer Produktion: der in Libanon angesiedelte Kurzfilm «Le Deuil de la Cigogne Joyeuse» (2009) der Zürcherin Eileen Hofer.

An zwei Nachmittagen (17. und 19. November) findet das Animationsfilmprogramm «Arabien Nights» statt. Es zeigt Filme der Jahre 2006 bis 2009 aus Syrien, Libanon, Sudan, Ägypten, Algerien und Palästina.

Am 18. November (17 Uhr) lädt das Filmpodium zudem zur Podiumsdiskussion «Filmschaffen unter staatlicher Zensur». Unter welchen Bedingungen arbeiten arabische Filmschaffende und welche Taktiken haben sie entwickelt, um Restriktionen der Behörden zu umgehen? Diese und andere Fragen diskutiert Hanspeter Stalder mit seinen Gästen.