Medizin
In Zürich entsteht grösste Klinik für Erwachsenenpsychiatrie

Die Psychiatrische Uniklinik Zürich (PUK) ändert ihre Organisationsstrukturen. Die beiden bisher an der PUK für Erwachsenenpsychiatrie zuständigen Kliniken für die Versorgungsgebiete Ost und West werden zusammengelegt.

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Die Klinik für Forensische Psychiatrie wird neu als eigenständige Klinik innerhalb der PUK geführt. (symbolbild)

Die Klinik für Forensische Psychiatrie wird neu als eigenständige Klinik innerhalb der PUK geführt. (symbolbild)

Keystone

Zusammengelegt werden sie zur "Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik". Damit entsteht ab dem 1. Februar die schweizweit grösste Klinik für Erwachsenenpsychiatrie, wie die kantonale Gesundheitsdirektion am Donnerstag mitteilte. Insgesamt verfügt die "Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik" über 339 Betten, acht Tages- und Nachtkliniken sowie acht Ambulatorien.

Neu werden die bestehenden Behandlungs- und Therapieangebote in fünf Zentren nach Diagnoseschwerpunkten zusammengefasst: akute psychische Erkrankungen, soziale Psychiatrie, psychiatrische Rehabilitation, Abhängigkeitserkrankungen sowie Depression, Angsterkrankungen und Psychotherapie. Dazu kommt das Zentrum für Psychiatrische Forschung.

Die Klinik für Forensische Psychiatrie wird neu als eigenständige Klinik innerhalb der PUK geführt. Von der Umstrukturierung nicht betroffen ist die Klinik für Alterspsychiatrie.

Versorgung, Forschung und Lehre besser vernetzen

Die Umstrukturierung soll die Grundlagen schaffen, um personalisierte Therapieangebote weiterzuentwickeln, wie es weiter heisst. Geplant sind unter anderem der Ausbau der psychosomatischen Behandlungsangebote, eine weitere Station für Depressionen sowie Fachstellen für Psychotherapie, klinische Psychologie und Neuropsychologie.

Ausserdem sollen Versorgung, Forschung und Lehre besser miteinander vernetzt werde. Das neue Zentrum für Psychiatrische Forschung biete ein breites Spektrum an Forschungsmöglichkeiten und die dafür notwendige Infrastruktur, heisst es in der Mitteilung. Geplant ist auch die Schaffung neuer Professuren und Lehrstühle im Fach Psychiatrie an der Universität Zürich.

Veränderungen soll es auch in der Klinik für Forensische Psychiatrie in Rheinau geben. Dort ist mittelfristig ein Ausbau der stationären Therapieangebote um 35 Betten geplant. Ausserdem soll ein stationäres Angebot für psychisch kranke Jugendliche im Massnahmenvollzug aufgebaut werden.

An der Klinik für Forensische Psychiatrie nimmt eine im Auftrag der Gesundheitsdirektion neu eingerichtete Abklärungs- und Beratungsstelle ihre Arbeit auf. Diese soll Verantwortliche in Kliniken und Heimen darin unterstützen, gewaltbereite Personen angemessen zu betreuen. Das dreijährige Pilotprojekt beginnt Mitte Jahr.