Zürich
In Zürich entsteht ein Universitärer Geriatrie-Verbund

In der Betagten-Betreuung sollen Theorie und Praxis näher zusammenrücken. Mit der Schaffung des Universitären Geriatrie-Verbundes Zürich wollen sich Stadt und Kanton Zürich für die Herausforderungen einer immer älter werdenden Gesellschaft rüsten.

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Stadt und Kanton Zürich rüsten sich für eine immer älter werdende Gesellschaft.

Stadt und Kanton Zürich rüsten sich für eine immer älter werdende Gesellschaft.

Keystone

Zum Verbund gehören die Klinik für Geriatrie am Universitätsspital Zürich (USZ), die Klinik für Akutgeriatrie am Stadtspital Waid (SWZ), das Zentrum für Alter und Mobilität (ZAM) und das Pflegezentrum Käferberg. Der Zusammenschluss erfolgt etappenweise ab Anfang 2015, wie das USZ, die Universität und das städtische Gesundheits- und Umweltdepartement am Donnerstag mitteilten.

Dank der Zusammenarbeit im Verbund werden die universitäre Forschung und Lehre verknüpft mit der praxisorientierten Behandlung und Betreuung Betagter. Zudem ist gezielte Personalförderung vorgesehen.

Insbesondere sollen neue diagnostische und therapeutische Konzepte mit interdisziplinärem Ansatz entwickelt und realisiert werden. Dies kommt direkt den Patientinnen und Patienten in Kliniken und Pflegezentren zu Gute.

SWZ-Akutgeriatrie wird universitäre KlinikDurch die Einbindung in den Verbund ist die SWZ-Akutgeriatrie neu eine universitäre Klinik. Deren Leiter bleibt Daniel Grob. Schon heute ist sie mit 72 Betten die grösste akutgeriatrische Klinik im Kanton. Sie bringe «wertvolles Know-how und Kapazitäten in den Verbund ein», heisst es in der Mitteilung. Als weitere Neuerung wird künftig auch das Pflegezentrum Käferberg Lehre und Forschung betrieben.

Die akademische Leitung des Verbundes übernimmt laut Mitteilung Heike A. Bischoff-Ferrari. Sie ist Leiterin des Lehrstuhls für Geriatrie und Altersforschung an der Uni Zürich, Direktorin der USZ-Klinik für Geriatrie und Leiterin des ZAM am Waidspital.

Dass Stadt und Kanton im Bereich Geriatrie zusammen arbeiten, ist an sich nicht neu. Es wird seit über zehn Jahren gemacht. Mit dem Verbund erhält diese Zusammenarbeit nun einen neuen Stellenwert. Und das seit langem bestehende umfassende städtische Geriatrie-Angebot erhalte mit dem Verbund «den Status, den es verdient», wird Stadträtin Claudia Nielsen (SP) in der Mitteilung zitiert.