Asyl

In Zürich-West soll eines der künftigen Bundeszentren für Asylsuchende entstehen

Auf dem Duttweiler-Areal in der Stadt Zürich soll ein Bundeszentrum für Asylsuchende entstehen (Symbolbild)

Auf dem Duttweiler-Areal in der Stadt Zürich soll ein Bundeszentrum für Asylsuchende entstehen (Symbolbild)

Das künftige Bundeszentrum der Asylregion Zürich soll auf dem Duttweiler-Areal in Zürich-West zu stehen kommen. Der Bund und die Stadt Zürich haben eine entsprechende Rahmenvereinbarung unterzeichnet. Geplant sind Unterkünfte für 360 Asylsuchende.

Das Duttweiler-Areal war bereits im Jahr 2013 als Standort des Testbetriebs für beschleunigte Asylverfahren in Aussicht genommen worden. Der Plan, inmitten des Entwicklungsgebietes Zürich-West ein solches Zentrum einzurichten, stiess jedoch bei Anwohnern auf heftige Kritik.

Aus zeitlichen Gründen wichen die Verantwortlichen deshalb auf ein Areal in Zürich-Altstetten aus. Seit Anfang 2014 stehen im dortigen Zentrum Juch Unterkünfte für 300 Asylsuchende zur Verfügung, während das beschleunigte Verfahren räumlich getrennt an der Förrlibuckstrasse durchgeführt wird. Mit den bisherigen Ergebnissen des Testbetriebs zeigten sich die Beteiligten zufrieden.

Das neue Bundeszentrum auf dem Duttweiler-Areal werde die bestehenden Unterkünfte im Zentrum Juch voraussichtlich gegen 2020 ablösen. Es soll vorerst während 15 Jahren betrieben werden, teilten die Stadt Zürich und das Staatssekretariat für Migration (SEM) am Dienstag gemeinsam mit.

Laut der Rahmenvereinbarung zwischen Stadt Zürich, SEM und Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) kann der Betrieb zwei Mal um je fünf Jahre verlängert werden. Für die Betreuung wird die Asyl-Organisation Zürich (AOZ) zuständig sein, die heute bereits das Testzentrum auf dem Juch-Areal betreibt.

Stimmberechtigte entscheiden über Bauvorhaben

Die Vereinbarung sieht vor, dass die Stadt Zürich auf dem Areal Unterkünfte für 360 Asylsuchende errichtet. Voraussetzung ist allerdings, dass die städtischen Stimmberechtigten dem Bau zustimmen.

Der Bund wird das Zentrum mieten, wobei die Miete die der Stadt entstehenden Kosten decken soll. Das Asylverfahren wird das SEM weiterhin am nahe gelegenen Standort des heutigen Testbetriebs an der Förrlibuckstrasse durchführen, wie es weiter heisst.

Die Neustrukturierung des Asylbereichs hat zum Ziel, Asylverfahren künftig rascher und mehrheitlich in Zentren des Bundes durchzuführen. Dafür sollen in schweizweit sechs Regionen insgesamt 5000 Plätze für Asylsuchende in Bundeszentren entstehen. In der Asylregion Zürich sollen insgesamt 870 Plätze zur Verfügung stehen.

360 Personen würden auf dem Duttweiler-Areal untergebracht. Die Standorte für die restlichen 510 Plätze evaluiere der Bund derzeit mit dem Kanton Zürich, heisst es weiter.

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