Für einmal hatte der Bundesrat gute Neuigkeiten parat. Die Prämien für junge Erwachsene sinken im Schnitt um 15,6 Prozent. In Zürich sinken die Prämien für diese Alterskategorie noch etwas stärker, um 16 Prozent. Das heisst, Personen zwischen 19 und 25 Jahren zahlen im nächsten Jahr durchschnittlich 51,9 Franken weniger pro Monat. Anstatt 324,7 noch 272,8 Franken.

 Kinder und Erwachsene zahlen zwar landesweit 2,4 Prozent mehr. In Zürich steigen die Prämien aber auch für diese Altersgruppen moderater an. Wobei hier anzufügen ist, dass Zürich bereits mit verhältnismässig tiefen Krankenkassenprämien startet. Erwachsene bezahlen im Schnitt 356,3 Franken, 2019 sollen es 363,1 Franken sein. Das sind 6,8 Franken pro Monat zusätzlich (+1,9 Prozent). Kinder bezahlen 1,9 Franken mehr, also 101,7 Franken (+1,9 Prozent).

 Dank einer Gesetzesänderung

Dass junge Erwachsene deutlich weniger zahlen, geht auf eine Gesetzesänderung zurück. Es hat also nicht mit der Kostenentwicklung bei jungen Versicherten zu tun. Es handelt sich um einen Effekt, der das Parlament gewünscht hat. Unter dem Strich zahlen deshalb die Erwachsenen ab 26 Jahren etwas mehr.

Im Vergleich ist das Prämienwachstum 2019 mit 1,2 Prozent äusserst moderat. Der langjährige Schnitt liegt bei 3,9 Prozent. Der Grund für den unterdurchschnittlichen Wert ist einerseits ein tieferes Kostenwachstum. Vor allem aber haben die Krankenversicherer hohe Reserven angespart, womit sie fürs kommende Jahr etwas mehr Spielraum bei den Prämien haben. (wan)