Bauern, die auf kantonalem Land arbeiten, dürfen somit weiterhin Pestizide wie Neonicotinoide spritzen. Diese stehen im Verdacht, für das Bienensterben mitverantwortlich zu sein - neben anderen Ursachen wie etwa der Varroa-Milbe und der Sauer- und Faulbrut.

Die Ratsmehrheit aus SVP, FDP, EDU und CVP war aber der Meinung, dass die Gründe für das Bienensterben nicht abschliessend geklärt seien. Somit sei es nicht sinnvoll, dass der Kanton diese Pesitizide auf seinem Land verbiete. Zudem sei das Problem Sache des Bundes. Für die SVP war das Postualt gar "Bauern-Bashing zur politischen Profilierung".

Die rot-grüne Ratsseite inklusive BDP und EVP argumentierte vergeblich, dass der Kanton als gutes Vorbild vorangehen und diese Pestizide verbieten müsse.

Der Kantonsrat folgte mit seinem Entscheid dem Regierungsrat, der das Postulat zur Ablehnung empfahl. Baudirektor Markus Kägi (SVP) betonte in der Debatte, dass das Wohl der Bienen unbestritten wichtig sei. Er habe aber selber viel mit Imkern geredet. Die Ursachen für das Bienensterben seien leider wirklich nicht klar.