Sozialhilfe

In Zürich ist jeder 20. Bewohner ein Sozialhilfe-Empfänger

(Symbolbild)

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In der Stadt Zürich haben Ende 2012 insgesamt 13'758 Personen Sozialhilfe bezogen - fast 1 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Sozialhilfequote stieg von 4,9 auf 5,1 Prozent. Der Anstieg sei auf die Anpassungen des Sozialhilfegesetzes zurückzuführen.

Seit Anfang 2012 erhalten «vorläufig aufgenommene Personen» im Kanton Zürich nicht mehr Asylfürsorge, sondern Sozialhilfe.

Die Gesetzesänderung führte dazu, dass die Zahl der Sozialhilfefälle Ende Jahr um 488 auf 8717 angestiegen ist. Ohne die Gesetzesänderung wäre die Sozialhilfequote auf 4,8 Prozent gesunken.

Keine Zunahme registrierten die Sozialen Dienste bis anhin bei Personen aus der EU. Von 2008 bis 2012 sei die Sozialhilfequote bei EU-Bürgern in Zürich sogar von 3 auf 2,6 Prozent gesunken, heisst es in der Mitteilung.

20 Millionen Franken mehr Sozialhilfe

Die gesamten Unterstützungsleistungen inklusive Krankenkassenprämien beliefen sich in der Stadt Zürich im vergangenen Jahr auf 299 Millionen Franken. Das sind 20 Millionen Franken mehr als im Vorjahr.

Mit verschiedenen Massnahmen versuchte das Sozialdepartement auch 2012 Missbräuchen einen Riegel zu schieben. Die Summe der unrechtmässig bezogenen Gelder, die zurückgefordert wurden, stieg im Vergleich zum Vorjahr um 793'000 Franken auf 9,02 Millionen Franken. Das entspricht 3 Prozent der Unterstützungsleistungen.

84 Aufträge ans Inspektorat sind 2012 von der Sozialbehörde neu bewilligt worden - 12 mehr als im Vorjahr. Abgeschlossen wurden 68 Fälle, wobei sich bei 72 Prozent der Anfangsverdacht erhärtete.

Mehrheitlich wurden Einkommen oder Nebeneinkünfte nicht deklariert. In den übrigen Fällen wurden der Besitz eines Autos nicht angegeben, falsche Angaben zur Wohnungsgrösse gemacht oder Vermögenswerte nicht deklariert. Ende 2012 waren 39 Untersuchungen pendent.

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