Die Ärzte machten mit dem Protest auch ihrem Ärger Luft über das Scheitern der Tarifverhandlungen mit den Krankenkassen vom Dienstag. Die Versicherer hatten für 2017 eine Kürzung des Taxpunktwerts von 89 auf 88 Rappen verlangt.

Zu diesen Preisen könnten ambulante Arztpraxen im Kanton Zürich aber schlicht und einfach nicht kostendeckend arbeiten, heisst es weiter. Der heutige Taxpunktwert sei so tief, dass die ambulante Versorgung gefährdet sei.

Ein stiller Protest

In weissen Kitteln und mit einer Riesenspritze übergaben am Donnerstagmorgen rund 50 Zürcher Ärztinnen und Ärzte der Assistentin von Gesundheitsdirektor Thomas Heiniger (FDP) einen Antrag für höhere Taxpunktwerte.

Nun sei die Gesundheitsdirektion am Zug, heisst es in einer Mitteilung der Ärztegesellschaft des Kantons Zürich vom Donnerstag. Die Regierung müsse nun das Festsetzungsverfahren einleiten.

Ambulante Leistungen werden seit 2004 nach Tarmed verrechnet. Der kantonale Taxpunktwert soll dabei regionale Unterschiede bei den Kosten ausgleichen und mehr oder weniger 1 Franken betragen. Der Kanton Zürich startete bei der Tarmed-Einführung mit 97 Rappen und wurde bis heute auf 89 Rappen gekürzt. Eine Erhöhung um 11 Rappen hätte gemäss Mitteilung eine einmalige Prämiensteigerung von maximal 4 Prozent zur Folge.