Die Sportarena bietet den ZSC Lions und dem Volleyballclub Volero Zürich eine gemeinsame Heimat. Zwölf Teams beteiligten sich an der Ausschreibung. Das Architektenbüro Caruso St. John Architects mit Sitz in Zürich und London machte das Rennen.

Das Projekt bilde einen «urbanen Auftakt zur Stadt», heisst es in der Projektbeschreibung der Jury. Es entstehe «ein festlicher Ort für die sportlichen Ereignisse.»

Der Komplex besteht im wesentlichen aus drei unterschiedlich hohen Hallen: In der Mitte die grosse Eishockey-Arena, daneben im Norden die Trainingshalle, im Süden die Volleyball-Arena. Auf die Seite der nahen Bahngleise hin öffnet sich eine Terrasse. Bei Spielen steht sie Matchbesuchern zur Verfügung. Sonst steht sie verschiedenen Quartiernutzungen offen.

Noch müssen die Architekten einige Punkte nachbessern. Unter anderem ist laut Jury die Vermischung der Zuschauerströme von ZSC und Volero «sehr ungünstig». Zudem werde die Volero-Arena von aussen nicht wahrgenommen.

Insgesamt aber gelinge es dem Projekt gut, die vielfältigen Anforderungen überzeugend umzusetzen. Das Gebäude erhalte «den stimmungsvollen Charakter eines öffentlichen Baus», der «gute Anlagen zu einem speziellen Ort» in sich trage.

Clubs sind Bauherren

Die Sportarena entsteht auf dem 28'000 Quadratmeter-Areal «Untere Isleren» in Gehdistanz zum Bahnhof Zürich-Altstetten. Die Eishockey-Arena soll 12'000 Zuschauerinnen und Zuschauer fassen, die Volleyball-Arena 3000.

Besitzer und Bauherren sind die beiden Clubs. Die Stadt Zürich stellt ihnen das Land im Baurecht zur Verfügung. Die Investitionskosten werden auf 193 Millionen Franken geschätzt - einschliesslich 9 Millionen Reserve, aber ohne Mehrwertsteuer. Die Clubs bringen 44 Millionen Franken Eigenkapital ein. 149 Millionen würde die Stadt als Darlehen zur Verfügung stellen.

Frühestens 2019 oder 2020 könne die Arena in Betrieb genommen werden, sagte ZSC-CEO Peter Zahner. Dies sei zwar später als der ursprünglich angepeilte Termin von 2017. Das sei aber kein Problem, so Zahner: Hauptsache die Sportarena komme überhaupt. Bevor man allerdings «die Bagger auffahren» lasse, müsse der Businessplan aufgehen. Dies sei heute noch nicht der Fall.

Verzögerung durch Kulturlandinitiative

Auf den «Unteren Isleren» liegen heute Familiengärten. Die Stadt stellt den Mietern anderes Land als Ersatz zur Verfügung. Inzwischen sind die anfänglichen Konflikte mit den Familiengärtnern beigelegt.

Dennoch kann die Realisierung der Sportarena vorderhand nicht starten. Dies, weil die Umsetzung der Kulturlandinitiative noch nicht geklärt ist. Die Stimmberechtigten hatten im Juni 2012 die kantonale Initiative gutgeheissen. Sie verbietet die Überbauung von Böden, welche für landwirtschaftliche Nutzung geeignet sind.

Da die Investoren für den Bau der Arena jedoch Rechtssicherheit benötigen, muss der rechtskräftige Beschluss des Kantonsparlaments abgewartet werden. Dieser muss laut Stadtrat Gerold Lauber (CVP) spätestens Mitte 2014 vorliegen.

Der Regierungsrat des Kantons Zürich habe vor einigen Wochen erklärt, für Bauten im öffentlichen Interesse sollten Ausnahmen möglich sein. Er sei für die Arena sehr optimistisch.

Allerdings müssen laut Lauber auch auf städtischer Ebene noch einige rechtliche Aspekte geregelt werden. Und zum gesamten Projekt habe das Stimmvolk der Stadt Zürich das letzte Wort.