Arbeitsmarkt

In der Stadt Zürich arbeitet jeder vierte Rentner

In der Stadt Zürich arbeiten immer mehr Rentner.

In der Stadt Zürich arbeiten immer mehr Rentner.

Immer mehr Stadtzürcher Rentner arbeiten nach der offiziellen Pensionierung. Auch sonst arbeiten die Zürcher immer mehr: Jeder zweite hat keine fixen Arbeitszeiten mehr.

Die Erwerbsquote von Personen zwischen 65 und 74 Jahren in der Stadt Zürich ist in den vergangenen zehn Jahren stark gestiegen. 23,6 Prozent von ihnen waren im Jahr 2015 erwerbstätig - 14 Prozentpunkte mehr als im Jahr 2005.

Aber auch die Erwerbsquote derjenigen, die kurz vor der Pensionierung stehen, nahm stark zu. Während im Jahr 2005 noch 66,5 Prozent der 55- bis 64-Jährigen erwerbstätig waren, erhöhte sich dieser Anteil bis im Jahr 2015 um 10 Prozentpunkte auf 76,5 Prozent. Dies geht aus den neusten Zahlen der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (SAKE) hervor, wie die Stadt Zürich am Dienstag mitteilte.

Insgesamt waren im vergangenen Jahr in der Stadt Zürich81,5 Prozent der 15- bis 74-Jährigen erwerbstätig oder arbeitslos und auf Stellensuche. Das sind 6,4 Prozentpunkte mehr als im Jahr 2005. Die Erwerbsquote der Stadt Zürich sei vergleichsweise hoch: Schweizweit lag sie 2015 bei 75,9 Prozent, heisst es weiter.

Weniger lang im selben Betrieb

Die Stadtzürcher arbeiten heute weniger lang im selben Betrieb als früher. Die durchschnittliche Dauer bis zu einem Stellenwechsel nahm zwischen 2005 und 2015 von 8 auf 7 Jahre ab. Der Anteil befristet Angestellter habe sich in diesem Zeitraum jedoch kaum verändert und liege bei 13,3 Prozent. Zum Vergleich: Schweizweit waren es im vergangenen Jahr 8,7 Prozent.

Der Anteil der Stadtzürcher, die Teilzeit arbeiten, habe sich in den vergangenen zehn Jahren kaum verändert. Aktuell arbeiten knapp 23 Prozent der Männer in einem Teilzeitpensum, bei den Frauen sind es 56,5 Prozent. Diese Stagnation sei überraschend, da sich schweizweit der Anteil von Teilzeit Erwerbstätigen bei beiden Geschlechtern seit 1991 langsam aber stetig erhöht habe.

Auffällig sei jedoch, dass der Anteil der Männer, die Teilzeit arbeiten, gesamtschweizerisch mit 16,4 Prozent deutlich tiefer als in der Stadt Zürich sei. Bei den Frauen sei der Unterschied hingegen nur unwesentlich.

Flexiblere Arbeitszeiteinteilung

44,5 Prozent der Stadtzürcher haben einen fix vorgegebenen Arbeitsbeginn respektive Feierabend. Vor zehn Jahren waren es noch 56,6 Prozent.

Auch die Arbeitszeiteinteilung wurde flexibler: Ein Drittel ist lediglich verpflichtet, eine vorgegebene wöchentliche oder monatliche Arbeitszeit zu leisten. 13,5 Prozent können ihre vereinbarte Arbeitszeit über das Jahr hinweg verteilen. Und ungefähr jede zehnte erwerbstätige Person könne ihre Arbeitszeit völlig flexibel einteilen.

Jeder 20. Stadtzürcher Erwerbstätige arbeitet ausschliesslich von zu Hause aus im sogenannten "Home office". Ein Drittel hat die Möglichkeit, die Arbeit manchmal auch von zu Hause aus zu erledigen. Diese Tendenz sei leicht steigend. Im Schweizer Vergleich sind es nur 27,2 Prozent, die manchmal von zu Hause aus arbeiten. Die Stadt kommt denn auch zum Schluss: "Tendenziell sind die Arbeitsbedingungen in der StadtZürich flexibler als im Schweizer Durchschnitt".

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