Jahrelang hatte die Stadtpolizei eine mobile Reklametafel pro Geschäft toleriert - sofern der Platz dafür vorhanden war. Falls ein Laden gleich mehrere Tafeln auf öffentlichem Grund aufstellte, oder die Tafeln Fussgänger oder Rettungsfahrzeuge behinderten, wurden die Verantwortlichen jedoch ermahnt und gegebenenfalls verzeigt.

Diese Praxis änderte sich im Juni 2009, als die "Vorschriften über das Anbringen von Reklameanlagen im öffentlichen Grund" in Kraft traten. Nun gab es eine gesetzliche Grundlage für das Aufstellen mobiler Reklametafeln, wie es in der Mitteilung heisst.

Gegen die dazugehörige Gebührenordnung wurden allerdings mehrere Einsprachen erhoben, ehe das Verwaltungsgericht im Oktober 2013 die Gebührenpflicht rechtmässig bestätigte. Ein Jahr später setzt die Stadtpolizei diese nun um.

Läden in der Kernzone, die bereits Artikel in einer Warenauslage feilbieten, erhalten demnach künftig keine Bewilligung für eine Reklametafel mehr. Eine Ausnahme gilt einzig für Restaurants mit einer Boulevardcafé-Bewilligung. Sie dürfen weiterhin eine Menütafel ohne Bewilligung aufstellen.

Ausserhalb der Kernzonen herrscht dagegen keine Bewilligungs- und Gebührenpflicht. Sofern die Geschäfte die Auflagen beachten, dürfen sie weiterhin Werbetafeln aufstellen.