Ständeratskandidaten
In der direkten Begegnung sind Kritiker höflicher als auf sozialen Medien

Die Zürcher Ständeratskandidaten sind zünftig im Endspurt. Jede freie Minute wird zum direkten Kontakt mit den Wählern genutzt.

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«Auf der Strasse haben die Leute zum Glück etwas Hemmungen», sagt Grüne-Kandidat Bastien Girod, der am Herbstmarkt in Üetikon am See Apfelsaft ausschenkt und bezieht sich damit auf gewisse Online-Kommentare unter der Gürtellinie.

Der FDP-Kandidat Ruedi Noser, der an der Züspa beim Raclette-Stand anzutreffen ist, macht die gleiche Beobachtung. Die «Online-Schimpfer» fordert er jeweils zu einem anständigeren Ton auf und bietet als Gegenleistung eine persönliche Antwort an.

Gegenüber SVP-Mann Hans-Ueli Vogt haben die Wähler anscheinend auch Angesicht zu Angesicht keine Hemmungen, ihm ihre Meinung zu sagen. Ihm würde man gar sagen, er könne nichts dafür, wie er aussehe.