Statistik
Tiefster Wert seit zehn Jahren: In Zürich wurden 2020 weniger Wohnungen gebaut

Die Zahl der Neubauwohnungen in der Stadt Zürich geht weiter zurück: Im vergangenen Jahr wurden 1772 Wohnungen fertiggestellt - das ist der tiefste Wert seit zehn Jahren. In den kommenden Jahren sollen es aber wieder mehr werden.

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Blick auf die "Hallenwohnen" in der Überbauung Zollhaus, einem Projekt der Genossenschaft Kalkbreite an der Langstrasse, aufgenommen am Montag, 8. Februar 2021 in Zürich.

Blick auf die "Hallenwohnen" in der Überbauung Zollhaus, einem Projekt der Genossenschaft Kalkbreite an der Langstrasse, aufgenommen am Montag, 8. Februar 2021 in Zürich.

Ennio Leanza / KEYSTONE

(sda) Der Grund für den Rückgang beim Wohnungsbau liegt vor allem bei den Genossenschaften, wie die Stadt Zürich in einer am Mittwoch publizierten Statistik aufzeigt. Die Genossenschaften stellten im vergangenen Jahr rund 700 Wohnungen weniger fertig als im Jahr 2019. Sie brachen mehr alte Wohnungen ab als dass sie neue bauten.

Die übrigen privaten Gesellschaften bauten 2020 ähnlich viel wie in den vergangenen Jahren. Mit über 1000 neuen Wohnungen erstellten sie mehr als die Hälfte der 1772 neuen Wohnungen.

Die Stadt rechnet aber damit, dass die Zahl der Neubauwohnungen bald wieder zunimmt. Die vielen Abbrüche, nicht zuletzt der Genossenschaften, lassen auf eine erhöhte Neubautätigkeit in den kommenden Jahren schliessen. Zudem seien aktuell viele Wohnungen im Bau oder neu bewilligt worden.

Kaum noch Wohnungen auf unbebautem Land

Wie auch schon in den vergangenen Jahren wurde fast die Hälfte der neuen Wohnungen im Jahr 2020 auf Arealen erstellt, die vorher anders genutzt wurden. Die andere Hälfte sind Wohnersatzbauten, also neue Wohnungen anstelle von alten Wohnungen.

Auf der grünen Wiese wird in der Stadt Zürich kaum mehr gebaut. Auf unbebautem Land gab es im vergangenen Jahr nur noch 66 neue Wohnungen. Vor genau zwanzig Jahren beispielsweise waren es 442 Wohnungen.