Zürich

Immer mehr Kündigungen bei Umbauten in der Stadt

Werden Häuser umgebaut müssen Mieter immer mehr mit sogenannten Leerkündigungen rechnen. (Symbolbild)

Werden Häuser umgebaut müssen Mieter immer mehr mit sogenannten Leerkündigungen rechnen. (Symbolbild)

Private Wohneigentümer kündigen in der Stadt Zürich vermehrt vor Umbauten die Mietverträge. Dieses Phänomen der sogenannten Leerkündigungen hat sich seit 2008 fast verdoppelt.

In der Stadt Zürich wurden seit 2000 jährlich 1,22 Prozent der Wohnungen erneuert, wie Statistik Stadt Zürich am Donnerstag mitteilte. Die Arbeiten werden entweder bei weiterlaufenden Mietverträgen oder bei Kündigung aller Mietverträge, sogenannten Leerkündigungen, durchgeführt.

Im Durchschnitt waren von 2008 bis 2016 ein Drittel der Wohnungsumbauten von privaten Eigentümern mit einer Leerkündigung verbunden. Dabei war fast eine Verdoppelung von 25 Prozent in der Periode 2008-2010 auf 46 Prozent in den Jahren 2014-2016 zu verzeichnen.

Nach Umbauten gab es pro Gebäude durchschnittlich 0,85 Wohnungen mehr als vorher. Bei Leerkündigungen stieg die Zahl der Wohnungen im Schnitt um 1,2, bei Umbauten mit weiterlaufenden Mietverträgen um 0,7.

Rund 7000 Personen mussten seit 2008 ihre Wohnung aufgrund einer Leerkündigung verlassen. Nur 15 Prozent blieben im gleichen Quartier, weitere 62 Prozent fanden in einem anderen Stadtquartier eine neue Wohnung.

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