Tierbabys
Im Zürcher Zoo verläuft die Familienplanung meist streng nach Plan

Jungtiere sind Publikumsmagnete für Zoos. Doch das Hauptziel der tierischen Familienplanung heisst nicht kurzfristig viele Besucher anlocken, sondern langfristig eine gesunde Population erhalten. Daher arbeiten viele Zoos im Rahmen von Zuchtprogrammen zusammen.

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Die Gänsemutter lässt die Jungen nicht aus den Augen. (Foto: Peter Bolliger, Zoo Zürich)
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Nur essen, was die Mutter vorgibt. (Foto Peter Bolliger, Zoo Zürich)
Kommt ihr bald? (Foto Peter Bolliger, Zoo Zürich)
In Stern- Formation (Foto Peter Bolliger, Zoo Zürich)
Frischen Mutes zum ersten Spaziergang (Foto Peter Bolliger, Zoo Zürich)
Die komplette Gänsefamilie auf Erkundung (Foto: Peter Bolliger, Zoo Zürich)
Bei Gefahr lieber in Mamis Nähe bleiben. (Foto: Peter Bolliger, Zoo Zürich)
Der Nachwuchs zeigt sich bereits neugierig. (Foto: Peter Bolliger, Zoo Zürich)
Junggänse im Zoo Zürich

Die Gänsemutter lässt die Jungen nicht aus den Augen. (Foto: Peter Bolliger, Zoo Zürich)

Limmattaler Zeitung

Jungtiere wecken Emotionen. Sie sind quasi die "Türöffner" zum Herzen und können dazu beitragen, Verständnis für die Natur und einen sorgfältigeren Umgang mit ihr zu wecken, wie Robert Zingg, Kurator vom Zoo Zürich, am Mittwoch sagte.

Doch nur auf den Jööh-Effekt zu setzen, reicht für eine erfolgreiche Zoo-Arbeit nicht aus. Um einen gesunden Tierbestand zu erhalten, haben sich rund 350 Zoos in der europäischen Zoovereinigung zusammengeschlossen, in deren Rahmen auch verschiedene Zuchtprogramme koordiniert werden.

Das Yak-Mädchen Pema mit seiner Mutter Lili.
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Etwas aufpassen mus Mutter Lili schon noch auf die kleine Pema.
Yak-Baby im Zoo Zürich
«Was bist du denn für ein komischer Yak»?
Yakkalb Pema ist das neuste Jungtier im Zoo Zürich.

Das Yak-Mädchen Pema mit seiner Mutter Lili.

Zoo Zürich

Hauptziel dieser rund 500 Zuchtprogramme ist es, eine genetisch gesunde Zoopopulation über einen längeren Zeitraum zu erhalten und zwar mindestens 90 Prozent der genetischen Variabilität der Gründertiere über einen Zeitraum von 100 Jahren, wie Zingg sagte.

Empfängnisverhütung für Rote Varis

Dazu braucht es möglichst genaue Informationen über die einzelnen Tiere, Hilfsmittel zur Analyse der Population und Modelle für künftige Entwicklungen. Notwendig ist aber auch, dass sich die Beteiligten an die vereinbarten "Spielregeln" halten. Dazu gehört beispielsweise, dass ein Zuchtstopp ausgesprochen wird.

Ein solcher galt beispielsweise für die Roten Varis im Zürcher Zoo zwischen 2007 und 2014. Den vier Weibchen wurden Hormonpräparate implantiert, um Nachwuchs zu verhindern. Vor zwei Jahren erhielten dann zwei Weibchen eine Zuchtempfehlung und die Hormonimplantate wurden nicht wieder erneuert.

Wie lange die Wirkung der Empfängnisverhütung bei der Lemurenart, die in Madagaskar zuhause ist, andauern würde, war ungewiss - bis zum 24. April diesen Jahres, als eines der beiden Weibchen drei Junge zur Welt brachte. Sie turnen nun durch die üppige Vegetation in der Masoala-Halle oder liegen auf einem Ast und lassen ganz entspannt die Beine baumeln.

Junge Rote Varis im Masoala Regenwald.
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Junge Rote Varis im Masoala Regenwald.
Roter Vari mit Jungtieren
Junger Roter Varis im Masoala Regenwald.
Roter Vari mit Jungtieren
Roter Vari mit Jungtieren
Roter Vari mit Jungtieren

Junge Rote Varis im Masoala Regenwald.

Zoo Zürich, Martin Bauert

Gibt es demnächst Tigerbabys?

Nachwuchs könnte es auch beim Zürcher Amurtiger-Paar geben. Nachdem Elena 2011 Vierlinge zur Welt gebracht und drei erfolgreich aufgezogen hat, verfügte das Zuchtprogramm einen Stopp. Die Tigerin erhielt in den folgenden Jahren Hormonimplantate.

Der Koordinator des Amurtiger-Zuchtprogramms richtet sich bei seinen Entscheidungen nach dem sogenannten Mean Kinship Value (MK). Dieser Wert gibt an, wie eng ein Individuum mit allen anderen in der Population verwandt ist. Nachdem es entsprechende Veränderungen gab, erhielt das Zürcher Tigerpaar in diesem Jahr wieder eine Zuchtempfehlung.

Allerdings kann bei Grosskatzen die längere Anwendung von Hormonpräparaten zur dauernden Sterilität führen. Daher ist es noch ungewiss, ob bald wieder Tigerbabys durch das Zürcher Zoogehege tollen.

Auch die Elefantendame Farha ist trächtig.

Elefanten im Zoo Zürich
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Es scheint, als würde Farha Thai kratzen.
Farha (rechts) und Thai posieren für die Fotografin.
Farha (rechts) und Ceyla-Himali
Ab ins Wasser, heisst es für Farha.
Die Elefantendame ist eine richtige Wasserratte.
Und taucht sogar unter.

Elefanten im Zoo Zürich

Zoo Zürich, Susanne Weber

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