Werdhölzli

Im Vergärwerk Werdhölzli kann die Produktion von Biogas weitergehen

Die Biogas-Aufbereitungsanlage geht nach der Reparatur wieder in Betrieb.

Die Biogas-Aufbereitungsanlage geht nach der Reparatur wieder in Betrieb.

Im Vergärwerk Werdhölzli in Zürich kann nach einem dreimonatigen Unterbruch wieder Biogas produziert werden. Bis die Gasproduktion das frühere Niveau erreiche, werde es jedoch noch zwei Wochen dauern, teilte die Biogas Zürich AG am Dienstag mit.

Das Vergärwerk Werdhölzli war im August 2013 eröffnet worden. Im Rahmen des Probebetriebes wurde im November festgestellt, dass die zur Vergärung erforderliche Wärme von 55 Grad Celsius unter Volllast nicht in den Bioreaktor eingebracht werden kann.

Nach verschiedenen Abklärungen entschlossen sich die Biogas Zürich AG und die Lieferantin der Anlage, die Axpo Kompogas AG, das Heizsystem umzubauen. Anfang Februar wurde die Verarbeitung von Biogas ausgesetzt, der Bioreaktor entleert und die Biogasproduktion des Vergärwerkes eingestellt.

Die Aufbereitung von Klärgas aus dem Klärwerk Werdhölzli zu Biogas sei jedoch während der gesamten Umbauphase gewährleistet gewesen, schreibt Biogas Zürich AG. Die angelieferten Bioabfälle wurden während der Umbauphase in Vergärwerken in der Region verwertet.

Wie es in der Mitteilung weiter heisst, werden die Angebote zur Bioabfallsammlung von ERZ Entsorgung + Recycling Zürich und den Limmattaler Gemeinden von der Bevölkerung rege genutzt. Allerdings seien die Fremdstoffgehalte im Bioabfall wie Plastik, Aluminiumdosen und sogar ganzer Kehrichtsäcke immer noch sehr hoch und in jüngster Vergangenheit sogar steigend.

Laut Biogas Zürich AG leistet die Bevölkerung mit jedem Kilogramm Bioabfall einen wichtigen Beitrag zur erneuerbaren Energieproduktion. Eine Studie des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) ergab, dass der Anteil von biogenen Abfällen im Kehrichtsack im Schweizer Durchschnitt noch immer bei über 33 Prozent liegt. (sda)

Meistgesehen

Artboard 1