Der ZFI-Monitoringwert hat 2010 im Vergleich zum Vorjahr um 9 Prozent zugenommen, wie Volkswirtschaftsdirektor Ernst Stocker (SVP) am Donnerstag vor den Medien in Zürich sagte. Die Zahl der tagsüber vom Fluglärm stark belästigten Personen stieg um 5 Prozent, jene in der Nacht im Schlaf gestörten Personen gar um 15 Prozent.

Der Monitoringwert wurde zum zweiten Mal seit 2007 überschritten. Hauptgrund für den höheren ZFI-Wert sei der Anstieg der An- und Abflüge als Folge der wirtschaftlichen Entwicklung, sagte Stocker. Im Vergleich zum Vorjahr nahmen die Flugbewegungen 2010 von rund 239'000 auf fast 245'000 zu.

Am meisten Geschädigte in Zürich

95,3 Prozent der lärmgeplagten Personen lebten im Kanton Zürich. Auf den Kanton Aargau entfielen 4,2 Prozent, auf Süddeutschland 0,2 Prozent, auf den Kanton Schaffhausen 0,1 und auf den Kanton Thurgau 0,2 Prozent.

Die Zürcher Stimmberechtigten hatten dem ZFI im 2007 zugestimmt. Gleichzeitig schickten sie eine Volksinitiative bachab, die eine drastische Beschränkung des Flugverkehrs forderte.

Ermittelt wird der ZFI mittels einer mathematischen Formel. Dabei werden die Bevölkerungszahl, die Zahl der Flugbewegungen, der Flottenmix, die Dauer der Nachtsperre sowie die An- und Abflugrouten berücksichtigt. Die Berechnungen werden durch die Empa in Dübendorf durchgeführt.