Im Quartier Leutschenbach in Zürich Nord entstehen in den nächsten Jahren rund 1000 preisgünstige Wohnungen. Damit will die Stadt die Erfüllung des Volksauftrags - Erhöhung des Anteils gemeinnütziger Wohnungen auf 33 Prozent aller Mietwohnungen - weiter vorantreiben.

Die vorgesehenen Wohnsiedlungen werden auf zwei städtischen Arealen gebaut: Auf 21'400 Quadratmetern in Leutschenbach Mitte und auf 65'000 Quadratmetern an der Thurgauerstrasse West, wie Finanzvorstand Daniel Leupi (Grüne) und Hochbauvorsteher André Odermatt (SP) am Mittwoch vor den Medien ausführten.

Für die städtische Überbauung in Leutschenbach Mitte startet Ende Februar ein Wettbewerb. In der Wettbewerbskommission wirke auch eine Quartiervertretung mit, sagte Leupi. Vorgesehen sind gegen 400 Wohnungen, vor allem für Familien, aber auch für "vielfältige andere Haushaltformen".

Die Wohnungen sollen preisgünstig gebaut werden, auf Luxus wird verzichtet. Die Wohnflächen seien "am unteren Limit" der kantonalen Vorgaben. Hochhäuser werden aus Kostengründen nicht gebaut. Das Erdgeschoss soll verschiedenen Nutzungen offen stehen und zur Quartierbelebung beitragen.

Anstoss zur Errichtung einer grossen kommunalen Wohnsiedlung gab 2009 eine vom Gemeinderat unterstützte Einzelinitiative. Nach Abschluss des Wettbewerbs soll im Sommer 2017 dem Gemeinderat eine Objektkredit-Vorlage unterbreitet werden, im Herbst 2017 könnte dann die Volksabstimmung folgen. Läuft alles nach Plan, soll die Siedlung Ende 2020 bezugsbereit sein, wie Leupi sagte.

Thurgauerstrasse West

400 bis 800 gemeinnützige Wohnungen, ein Schulhaus, ein Quartierpark und gewerbliche Nutzungen sind auf dem Areal an der Thurgauerstrassse West vorgesehen. Bauen wird nicht nur die Stadt, sondern auch andere gemeinnützige Bauträgerschaften. Details gibt es noch nicht.

Für dieses Areal ist ein Gestaltungsplan vorgeschrieben, sagte Bauvorstand Odermatt. Die Grundlagen dafür sollen in einer Testplanung bis Ende Jahr erarbeitet werden. Der Gestaltungsplan soll dann spätestens Ende 2017 festgesetzt und genehmigt sein. Die ersten Überbauungen auf dem Areal dürften nicht vor 2022 fertig sein.

Auf dem Areal sind zur Zeit noch Familiengärtner am Werk. Ihnen sei allerdings bewusst, dass ihre Gärten in der Bauzone liegen und nicht für immer dort bleiben könnten, sagte Leupi. Man sei mit ihnen schon seit längerem im Gespräch.

Beide Areale sind verkehrsmässig gut erschlossen. Im ganzen Quartier ist eine rege Bautätigkeit auch von Privaten im Gange. In nächster Nachbarschaft liegt der Glattpark.