Zürich

Im Kampf gegen Business-Flüge und Kleinfliegerei gründen Gemeinden «Werkflugplatz Dübendorf AG»

Die Gemeinden rund um den Flugplatz Dübendorf wehren sich gegen den Bund.

Die Gemeinden rund um den Flugplatz Dübendorf wehren sich gegen den Bund.

Dübendorf, Volketswil und Wangen-Brüttisellen kämpfen weiter gegen Business-Flüge und Kleinfliegerei.

Dübendorf, Volketswil und Wangen-Brüttisellen, die drei Standortgemeinden des Flugplatzes Dübendorf, geben nicht auf. Sie kämpfen weiter gegen Business-Flüge und Kleinfliegerei vor ihrer Haustür und haben daher die «Werkflugplatz Dübendorf AG» gegründet.
Es sei gelungen, erfahrene und verlässliche Partner aus der Luftfahrtbranche in die Aktiengesellschaft einzubinden, teilten die drei Gemeinden am Freitag mit. Die Gesellschaft verfolgt den Zweck, den Flugplatz Dübendorf als historischen Flugplatz mit Werkflügen zu betreiben.

Die Stimmberechtigten der drei Gemeinden hatten sich am 26. November 2017 mit deutlicher Mehrheit für dieses Konzept ausgesprochen. Der Bund hat dagegen andere Pläne. So hat der Bundesrat im September 2014 beschlossen, den Flugplatz Dübendorf künftig auch als ziviles Flugfeld zu nutzen. Schwerpunkt soll die Geschäftsluftfahrt sein.
Seit damals wehren sich die Standortgemeinden rund um den Flughafen geschlossen gegen diesen Entscheid. Sie wollen keine Auslagerung der Businessaviatik und Kleinfliegerei von Kloten nach Dübendorf zulassen, um die Lebensqualität der Bevölkerung langfristig sicherzustellen, wie es in der Mitteilung heisst.

Stattdessen haben sie ein eigenes Konzept entwickelt. Dieses soll den Weg ebnen für eine partnerschaftliche Lösung zwischen öffentlicher Hand und Luftfahrtbetrieben. In diesem Konzept bleiben die Flugzeuge vor allem am Boden. Um dem Bund gegenüber stärker aufzutreten, wurde nun die AG gegründet.

Die Aktionäre sind die Stadt Dübendorf (52 Prozent), Nomad Technics AG (24 Prozent), Verein der Freunde der schweizerischen Luftwaffe (16 Prozent) und Junkers Flugzeugwerke AG (8 Prozent). Dübendorf hat zwar den formellen Lead übernommen, mit dem interkommunalen Vertrag vom 30. Januar 2018 sind die beiden anderen Gemeinden aber voll eingebunden. 

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