Zürich
Im Globus-Provisorium soll kreativ gearbeitet statt konsumiert werden

Im Globus-Provisorium bei der Zürcher Bahnhofbrücke soll der Konsum der Kreativität weichen. Deshalb soll die Stadt den Mietvertrag mit Coop nicht verlängern, sondern eine Zukunftswerkstatt einrichten, fordert der Verband Kreativwirtschaft Schweiz.

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Der Mietvertrag mit Coop läuft Ende 2015 aus und kann bis höchstens 2019 verlängert werden.

Der Mietvertrag mit Coop läuft Ende 2015 aus und kann bis höchstens 2019 verlängert werden.

Florian Schmitz

Der Verband schlägt vor, dass junge Talente aus den Bereichen Visual Art, Game Design, Medienkunst, Interaction Design und Film im Obergeschoss während jeweils eines Jahres die Möglichkeit erhalten, "an innovativen Medienprojekten" zu arbeiten.

Im Erdgeschoss sollen Werke, Programme oder Produkte ausgestellt und öffentlich zugänglich gemacht werden, schreibt der Verband in einer Mitteilung vom Mittwoch. An regelmässigen Veranstaltungen soll über Zürichs Zukunft im digitalen Zeitalter "sinniert, diskutiert und debattiert" werden.

Das Flachdach soll als Urban-Gardening-Terrasse mit Restaurationsbetrieb genutzt werden. Die beiden Parkgaragen im Untergeschoss könnten gemäss Mitteilung als Ersatzstandort für den heutigen Coop ausgebaut werden.

Vom Provisorium zum Providurium

Seit Jahrzehnten tauchen für die Nutzung des Areals auf der Limmat, des Papierwerd-Areals, immer wieder neue Ideen auf: Rathaus, Kongresshaus, Verkehrshaus oder Parkanlage wurden schon ins Gespräch gebracht.

Seit 1968 wird das ehemalige Globus-Provisorium jedoch als Coop-Filiale und für Büros der Stadtpolizei und Stadtverwaltung genutzt. Der Mietvertrag mit Coop läuft Ende 2015 aus und kann bis höchstens 2019 verlängert werden.