Corona-Krise

«Ich habe jeden Tag Kopfschmerzen» – Gewerkschaft VPOD sorgt sich um das Spitalpersonal

Die Gewerkschaft VPOD ist um die Arbeitsbedingungen des Gesundheitspersonals besorgt. (Im Bild: eine Krankenschwester mit Schutzanzug im Spital von Wuhan.)

Die Gewerkschaft VPOD ist um die Arbeitsbedingungen des Gesundheitspersonals besorgt. (Im Bild: eine Krankenschwester mit Schutzanzug im Spital von Wuhan.)

Das Gesundheitspersonal muss wegen der Corona-Krise derzeit viel aushalten. Die Gewerkschaft VPOD fordert daher eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen.

In einer Mitteilung vom Samstag zitiert die Gewerkschaft «Schweizerischer Verband des Personals öffentlicher Dienste» (VPOD), Sektion Zürich, eine Spitalangestellte, die auf einer Isolationsabteilung für Corona-Patienten arbeitet. Sie schildert ihre Situation so: «Es ist wirklich sehr hart auf der Isolationsstation. Heute war es nach zwei Stunden fast nicht mehr auszuhalten. Es ist viel zu warm auf der Abteilung. Man ist schweissgebadet. Und ich habe nun jeden Tag Kopfschmerzen. Kann ja mit Maske nichts trinken. Also geht das nur in der Pause, wenn ich mich ausschleuse. Im Moment können wir uns schon so ablösen, dass wir nach zwei bis vier Stunden mal rauskönnen. Aber wir sollten ja auch sparsam sein mit dem Material.»

Der VPOD stellt vor diesem Hintergrund folgende Forderungen an Spitäler und Politik: Die Ruhezeiten müssten auch unter erschwerten Bedingungen eingehalten werden. Zudem brauche es eine grosszügige Überstundenregelung.

Die erschwerten Arbeitsbedingungen auf Isolationsabteilungen seien speziell zu entschädigen. Es brauche kostenlose Corona-Tests für das Gesundheitspersonal; ausserdem müsse für Pflegepersonal mit Kindern die Kinderbetreuung sichergestellt werden. Generell seien die Arbeitsbedingungen im Gesundheitswesen zu verbessern, fordert der VPOD. (mts)

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