Bildung
«Husi»-Kurse an Mittelschulen: Nur für Schüler ab 6. Klasse

Der Hauswirtschaftsunterricht an Mittelschulen im Kanton Zürich soll wieder so geregelt sein, wie vor der Abschaffung im Rahmen des Sanierungsprogramms 04. Dazu ist eine Änderung des Mittelschulgesetzes nötig.

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Schüler im Hauswirtschaftskurs. (Symbolbild)

Schüler im Hauswirtschaftskurs. (Symbolbild)

Keystone

Jährlich könne der Kanton mit der Gesetzesänderung rund vier Millionen Franken einsparen, schreibt der Regierungsrat in seiner Mitteilung vom Donnerstag. Die Hauswirtschaftskurse am Mittelschulen sollen sich auf Klassen mit Schülerinnen und Schüler beschränken, die nach der sechsten Klasse der Primarschule ins Gymnasium übertreten.

Schülerinnen und Schüler, die von der Sekundarschule ins Gymnasium übertreten, haben in der Sek bereits hauswirtschaftlichen Unterricht genossen. Deshalb sei es vertretbar, sie vom dreiwöchigen «Husi»-Kurs am Gymnasium zu dispensieren, findet der Regierungsrat. Am bestehenden Kurskonzept will er nichts ändern.

Als Sparmassnahme waren die «Husi»-Kurse an Mittelschulen 2004 vom Regierungsrat gestrichen worden. Die Antwort darauf war die Volksinitiative «Ja zur Husi», die verlangte, die Hauswirtschaftskurse im Mittelschulgesetz zu erwähnen.

Der Kantonsrat stimmte der Initiative 2007 zu. Beschlossen wurde damit, dass eine Grundausbildung in Ernährungs- und Gesundheitslehre, Kochen, Haushaltsführung, Werken und Nähen in Form eines dreiwöchigen Internatskurses vorzusehen ist.

Die Wiedereinführung der Kurse erfolgte ab Schuljahr 2008/09 gestaffelt. Der Vollbetrieb mit 126 Kursen ist ab dem Schuljahr 2013/ 14 vorgesehen.

Mit der nun im Rahmen des Sanierungsprogramms San10 beantragten Mittelschulgesetz-Änderung werde zum Hauswirtschaftsunterricht zurückgekehrt, wie er vor dem Sanierungsprogramm 2004 galt, schreibt der Regierungsrat. In den Jahren 2012 bis 2014 würden insgesamt 12,2 Millionen Franken eingespart.