Schule
«Husi»-Kurse am Gymnasium: Keine Entlassungen trotz Abbau

Die Hauswirtschaftskurse an den Zürcher Gymnasien werden wieder gekürzt. Wegen eines Sparprogramms sollen nur noch Langzeitgymnasiasten in diesen Kursen kochen lernen. Zu Lehrer-Entlassungen kommt es aber nicht.

Monika Freund, SDA
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Schüler im Hauswirtschaftskurs. (Symbolbild)

Schüler im Hauswirtschaftskurs. (Symbolbild)

Keystone

Abgeschafft, wieder eingeführt und nun sollen die «Husi»-Kurse erneut eingedampft werden - wenn auch nur teilweise. Wegen des kantonalen Sparprogrammes San10 sollen die vor genau einem Jahr wieder eingeführten Kurse nur noch den Langzeitgymnasiasten offen stehen.

Dies, weil die Kurzzeitgymnasiasten bereits in der Oberstufe in hauswirtschaftlichen Themen ausgebildet worden seien, argumentiert der Zürcher Regierungsrat. Damit liessen sich jedes Jahr etwa vier Millionen Franken einsparen. Dies entspricht etwa 40 Prozent des Sparvolumens, das an den Mittelschulen erzielt werden soll.

Kantonsrat muss Kürzung noch genehmigen

Ab wann die dreiwöchigen Kurse für die Kurzzeitgymnasiasten wegfallen, ist noch unklar. Der Regierungsrat bereite gegenwärtig die entsprechende Gesetzesänderung vor, hiess es auf Anfrage der SDA beim Amt für Mittelschul- und Berufsbildung (MBA). Diese Änderung muss danach noch vom Kantonsrat genehmigt werden.

Zu Entlassungen von bereits wieder angestellten Lehrkräften kommt es gemäss Angaben des MBA aber nicht. Der Wiederaufbau der Kurse sei stufenweise erfolgt. Der Vollausbau - also der Stand vor der ersten Abschaffung im Jahr 2004 - sei noch nicht erreicht gewesen, als der Entscheid zum Wiederabbau gefällt worden sei.

Regierungsrat hält an Internatskursen fest

Wegen des Sparprogrammes will der Kanton künftig nicht mehr 120 Kurse pro Jahr durchführen wie ursprünglich geplant, sondern nur 70 bis 75. An den Internatskursen will die Regierung aber festhalten, wie aus einer Regierungsratsantwort auf eine Anfrage von EVP-, CVP- und SVP-Kantonsräten hervorgeht.

Dass die Klassen jeweils für drei Wochen ausserhalb der Schulhäuser unterrichtet werden, hält der Regierungsrat aus pädagogischen und organisatorischen Gründen für sinnvoll.

Für die Sanierung und erneute Einrichtung der kantonseigenen Häuser in Affoltern am Albis, Bülach und Weesen sowie für den bisherigen Betrieb der Kurse wurden bis jetzt insgesamt 7,1 Millionen Franken ausgegeben (Stand November 2010).

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