Zürich
Hunderte Demonstranten «massenwandern» gegen Fremdenfeindlichkeit

Gegen tausend Menschen sind am Samstag in Zürich für eine offene und solidarische Gesellschaft auf die Strasse gegangen. Zum "Massenwandern gegen Fremdenfeindlichkeit" aufgerufen hatte ein loses linkes Bündnis.

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«Wir lehnen die Einteilung in nützliche und schädliche Zuwanderung und nützliche und schädliche Menschen ab», sagte eine Rednerin.
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Hunderte Demonstranten «massenwandern» gegen Fremdenfeindlichkeit
Gegen tausend Menschen sind am Samstag in Zürich für eine offene und solidarische Gesellschaft auf die Strasse gegangen.
Zum «Massenwandern gegen Fremdenfeindlichkeit» aufgerufen hatte ein loses linkes Bündnis.
Auf dem Weg quer durch die Zürcher Innenstadt zum Helvetiaplatz wuchs der Umzug auf gegen tausend Menschen an.
Angegriffen wurde insbesondere die SVP. Aber auch die Linke musste sich Kritik gefallen lassen.
Die Demonstration blieb friedlich, es kam zu keinen Zusammenstössen mit der Polizei.
Ein Demonstrant mit einem Plakat.
Ein Demonstrant mit einem Plakat.
Demonstranten mit einem Plakat.
Demonstranten mit einem Plakat.

«Wir lehnen die Einteilung in nützliche und schädliche Zuwanderung und nützliche und schädliche Menschen ab», sagte eine Rednerin.

Johannes Dietschi

"Wir wollen massenwandern, um unseren Unmut über die Abstimmung zur SVP-Einwanderungsinitiative auf die Strasse zu tragen!", rief ein Vertreter des linken Bündnisses auf dem Zürcher Bürkliplatz in die Menschenmenge. "Wir demonstrieren für eine offene und solidarische Gesellschaft, gegen Spaltung und Hetze. Es gibt in der Schweiz Platz genug."

Auf dem Weg quer durch die Zürcher Innenstadt zum Helvetiaplatz wuchs der Umzug auf gegen tausend Menschen an. "Klassenkampf statt Rassenkampf", "Bildung ist keine Ware", "Bleiberecht jetzt" oder "Eng ist es nur in den Köpfen" war auf Transparenten zu lesen.

Die Debatte sei nicht abgeschlossen, hiess es auf Flugblättern. Angegriffen wurde insbesondere die SVP. Aber auch die Linke musste sich Kritik gefallen lassen: Sie habe sich im Abstimmungskampf verweigert und gebetsmühlenartig die Argumente der Wirtschaft wiederholt.

Es sei immer nur darum gegangen, was die Zuwanderung der Wirtschaft nütze. "Wir lehnen die Einteilung in nützliche und schädliche Zuwanderung und nützliche und schädliche Menschen ab", sagte eine Rednerin. Jetzt gehe es darum, weiterzudenken und Ideen für eine bessere Gesellschaft zu entwickeln.