Zürich

Holi Festival: Das Farbenfest soll nach Zürich kommen

Fröhliche junge Menschen werfen buntes Pulver in die Luft - bald auch in Zürich? Mehrere Veranstalter wollen dieses Jahr hierzulande Partys mit buntem Pulver feiern.

Was aussieht wie ein Werbespot des Mobilkommunikationsanbieters Orange wird in vielen Städten auf der Welt diesen Sommer wieder Realität: An sogenannten Holi Festivals schiessen Farbwolken durch die Luft, begleitet von DJ-Klängen.

In Europa ist das eine neue Art von Open-Air-Party, in Indien hingegen ein religiöses Fest mit langer Tradition. Je nach Region feiern die Menschen dort tagelang auf der Strasse und bewerfen sich gegenseitig mit gefärbtem Wasser und Pulver. Wie es heisst, soll jeweils während des Festes das sonst die gesellschaftlichen Regeln bestimmende Kastensystem Indiens ausser Kraft sein.

Religiöse Komponente fällt weg

Die Idee gefiel westlichen Reisenden: Weltweit führten vergangenes Jahr gleich mehrere Veranstalter derlei Partys durch, wobei sie die ursprüngliche religiöse Komponente ausklammern und das Fest an sich in den Mittelpunkt stellen. Was dabei herauskommt, darf man sich als eine Art Street Parade ohne Parade vorstellen - und ohne Kostüme, denn die Farbenpracht kommt natürlich auf weissen T-Shirts am Schönsten zur Geltung.

In Deutschland sind die Holi Festivals bereits ein Renner. Der Veranstalter «Holi Festivals Of Colour» hat dieses Jahr bereits Festivals in zwölf deutschen Städten angekündigt. Einige sind neu, andere fanden bereits letztes Jahr statt. In Berlin sollen die 12 000 angebotenen Tickets innerhalb von 10 Stunden ausverkauft gewesen sein. Das dortige Fest steigt bereits am 11. Mai. Auf Facebook kündigt nun der Deutsche Veranstalter an, diesen Sommer auch in Zürich eine Party steigen zu lassen.

Mit Maismehl um sich werfen

Das Wichtigste an diesen Festen ist die Farbe. Es handelt sich dabei in der Regel um Maismehl, das mit Lebensmittelfarben bunt gemacht wird, «Gulal» genannt. Neben den Eintrittstickets bezahlen die Gäste auch diese Farbbeutel. 2 Euro kosten sie in Deutschland pro Stück. Zwar können die Farben mittlerweile auch im Internet bestellt werden, die Veranstalter bestehen jedoch auf den Kauf vor Ort. Dass die Veranstalter wert auf die Sicherheit des Pulvers legen, hat jedoch seine Gründe: Vergangenes Jahr starb bei einem Holi Festival in indischen Mumbai ein 13-Jähriger, weil er mit giftigem Farbpulver in Berührung gekommen war.

In der Regel gibts einmal pro Stunde einen Countdown - dann schmeissen tausende Besucher ihr Gulal in die Höhe. Am Ende sind das Areal und die darauf feiernden Menschen bunt gescheckt.

Neben den Deutschen Holi Festivals Of Colour meldet auch der Anbeiter «Holi One» an, in Zürich tätig zu werden, ebenfalls via Facebook. Derzeit veranstaltet dieser Partys in verschiedenen Städten Deutschlands, in direkter Konkurrenz zu den Holi Festivals Of Colour. Auf der Website kündigt Holi One auch geplante Feste in Polen, Italien, England und sogar Israel an - allerdings ohne weitere Angaben.

Ort und Datum noch nicht bekannt

In Deutschland pilgern bereits Zehntausende Fans an diese Partys. Holi Festivals Of Colours konnte gar den TV-Sender Pro 7 als Medienpartner gewinnen. Ob für die Zürcher Ausgabe bereits Sponsoren gesucht werden, ist nicht bekannt. Einen Termin wollen die Veranstalter auch noch nicht nennen. Weitere Infos, so schreiben sie auf Facebook, würden in Kürze folgen. Auch wo die Party steigen soll, ist nicht bekannt.

Bei der für eine allfällige Bewilligung zuständigen Stadtpolizei weiss man noch nichts von den Plänen aus Deutschland, wie Sprecher Marco Bisa auf Anfrage sagte.

In Europa ist das Fest eine neue Art von Open-Air-Party, in Indien hingegen ein religiöses Fest mit langer Tradition.

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