Kanton Zürich
Hochqualifizierte Einwanderer sind auch auf Integrationshilfe angewiesen

Das Bildungsniveau der Zuzügerinnen und Zuzüger in den Kanton Zürich ist im Verlauf der letzten 10 Jahre deutlich gestiegen. Die hat auch Auswirkungen auf die kantonale Integrationspolitik.

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Auch hochqualifizierte Zuwanderer sind auf Unterstützung bei der Integration angewiesen. (Symbol)

Auch hochqualifizierte Zuwanderer sind auf Unterstützung bei der Integration angewiesen. (Symbol)

Keystone

Während im Jahr 2003 noch 49 Prozent der Neuzuzüger über einen Hochschulabschluss verfügten, waren es 2012 bereits 58 Prozent. Weitere 30 Prozent haben einen Berufsbildungsabschluss.

Gemäss einer von der Integrations-Fachstelle in Auftrag gegebenen Studie sind die höher qualifizierten Zugewanderten vergleichsweise jung und eher kinderlos. Zwei Drittel sind 25 bis 39 Jahre alt. Die Anteile von Frauen und Männern sind praktisch gleich gross. 80 Prozent sind erwerbstätig, von diesen haben 80 Prozent einen unbefristeten Arbeitsvertrag.

Auch Zugewanderte mit einem guten Bildungshintergrund benötigten umfassende, kompakte und praxisbezogene Informationen, um sich in der Schweiz gut einzufinden, heisst es in der Studie.

Um sich am neuen Wohnort zurechtzufinden, suchten sie zunächst vor allem Antworten auf Fragen zu Wohnungssuche, Deutschkursen, Steuern und Versicherungen, Schulsystem, Kinderbetreuungsmöglichkeiten und Anmeldeformalitäten. Im weiteren Integrationsprozess gehe es auch um die soziale Integration und die Arbeits- und Karrieremöglichkeiten der Partnerinnen und Partner der Zugezogenen.

Bei der Ankunft haben die sogenannten Expats, die mit befristeten Arbeitsverträgen nur kurz in der Schweiz arbeiten, laut der Studie die gleichen Bedürfnisse wie andere Hochqualifzierte und Fachkräfte. Es handle sich bei den Expats um eine relativ kleine Gruppe der Zugewanderten, etwa 4000 von 150'000 Personen in den letzten zehn Jahren.