Flumet lebt seit 2012 in Zürich und ist zuletzt unter anderem durch ihre "Kleinen eidgenössischen Dramaturgien" aufgefallen, animierte Videos mit Szenen aus dem Bundeshaus, die in den Hallen und Treppenhäusern desselben projiziert wurden.

Der KWS-Preis ist bei weitem nicht die erste bedeutende Auszeichnung für Flumet: 2004, 2006 und 2010 wurde sie von der Eidgenössischen Kunstkommission ausgezeichnet. Die Dotierung des KWS-Preises setzt sich zusammen aus 10'000 Franken in bar, einer Einzelausstellung in der Galerie Fabian & Claude Walter in Zürich, einem Werkkatalog und dem Ankauf von mindestens einem Werk der Preisträgerin für die KWS-Sammlung, teilte die Stiftung am Freitag mit.

Die Stiftung hebt in der Jurybegründung hervor, dass sich die Objekte der Künstlerin inhaltlich durch eine einfache und klare, aber doch raffinierte Bildsprache auszeichnen, "die vom Betrachter mehr als einen schnellen Blick verlangt". Detta Kälin, Vizepräsidentin und Kuratorin der Stiftung, lobt insbesondere die "unterschwellig lauernden psychologischen Abgründe" in Flumets Arbeiten.

Die feierliche Preisübergabe an die Künstlerin erfolgt im Rahmen der Vernissage zur Einzelausstellung in der Galerie Fabian & Claude Walter am 5. November.

Der KWS-Kunstpreis wird alle zwei Jahre an einen zeitgenössischen Schweizer Kunstschaffenden vergeben, der auf dem Gebiet der gegenständlichen Kunst tätig ist.