Eine 20-köpfige Gruppe Rechtsextremer hat am Abend des 4. Juli in Zürich Wiedikon einen orthodoxen Juden angegriffen. Das schreibt die «Sonntagszeitung». Gemäss dem Artikel stellten sich die Neonazis dem Juden in den Weg, machten den Hitlergruss und schrien antisemitische Parolen. 

Neonazis bespucken Zürcher Juden: Schweizer Juden sind fassungslos.

Neonazis bespucken Zürcher Juden: Schweizer Juden sind fassungslos.

Der Anführer der Gruppe habe dem Juden ins Gesicht gespuckt und ihn geschubst. Passanten alarmierten die Polizei, danach liessen die Neonazis von ihrem Opfer ab.  

Israelitischer Gemeindebund ruft zu Wachsamkeit auf

Die Polizei untersucht den Fall. Beim mutmasslichen Haupttäter handelt es sich um den vorbestraften Kevin G. (27) aus Hombrechtikon. Er ist Frontmann und Sänger bei der Rechtsrock-Band Amok, die am 1. August einen Auftritt im Raum Zürich plant.

Kevin G. (rechts).

Kevin G. (rechts).

Neben Amok stehen am internationalen Anlass unter dem Motto «Rock fürs Vaterland» auch rechtsextreme Hassgruppen aus Deutschland und Englandauf dem Programm.

Der Schweizerische Israelitische Gemeindebund (SIG) fordert die Behörden zu erhöhter Wachsamkeit auf. «Was am 4. Juli in Wiedikon passierte, macht uns sehr betroffen», sagt Generalsekretär Jonathan Kreutner. (feb) 

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