Rechtzeitig zum Schulbeginn steht das umgebaute Gebäude für Kindergarten, Betreuung und Musikschule bereit.

Das Schulhaus erhielt eine Hortküche, einen neuen Treppenkern und einen Lift, wie das Hochbaudepartement der Stadt Zürich am Mittwoch mitteilte. Den Architekten sei es gelungen, behutsam Ordnung in die über vier Jahrhunderte gewachsene Struktur zu bringen. Alt und Neu sei harmonisch miteinander verbunden worden.

Die beiden Wohnungen im zweiten und dritten Obergeschoss wurden aufgehoben. Das Erdgeschoss und das erste Obergeschoss dienen fortan als Kindergarten, womit die Kapazitäten verdoppelt werden konnten.

Im zweiten Obergeschoss sind Verpflegung und Betreuung angeordnet. Neu stehen fünf Aufenthalts- und Verpflegungsräume zur Verfügung. Im dritten Obergeschoss wurden drei Musikräume und ein grösserer Vorführraum geschaffen. Für die Realisierung des Projekts hatte der Stadtrat 6,71 Millionen Franken bewilligt.

Denkmalpflegerische Besonderheiten

Das Gebäude am Wettingertobel bildet zusammen mit der Kirche und dem Pfarrhaus ein prägendes Ensemble im alten Ortskern von Zürich-Höngg. Es wurde 1643 erstmals als Schule genutzt. 1856 wurde nördlich ein Anbau mit zwei Schulzimmern und einer Lehrerwohnung errichtet.

Das Schulhaus ist im Inventar der Denkmalpflege und enthält einige Besonderheiten. In der Mitte des Gebäudes verläuft beispielsweise eine archäologisch wertvolle Brandmauer. Sie wurde vom Umbau nicht tangiert. Rücksicht genommen wurde auch auf den schützenswerten Dachstuhl auf der nördlichen Seite und auf die inneren Wandtäfer.