An die Vergangenheit als Telefonzentrale erinnere heute nur noch der historische Bauschmuck des Bildhauers Hans Markwalder, schreibt der "Tagesanzeiger". Das Gebäude in Zürich-Selnau stehe seit dem Auszug der Credit Suisse vor rund einem Jahr leer. Seither habe sich im Innern schon einiges verändert: Ab 2016 solle hier ein Billighotel der deutschen Kette "Motel One" entstehen. Der Chef des Unternehmens, Dieter Müller, betreibe bereits in Deutschland, Belgien, Schottland und Österreich 50 Häuser. In Basel gebe es ein Projekt, bei dem aus einem ehemaligen Bürogebäude ein Haus mit 136 Zimmern realisiert werden solle. Müller sei ein alter Hase in der Hotelbranche: Mitte der 70er-Jahre habe der heute 59-jährige seine Karriere beim französischen Hotelkonzern Accor gestartet, der unter anderem mit der Hotelkette Ibis als Pionier der Low-Budget-Hotellerie gelte. 1987 habe Müller die gehobene Hotel-Kette Astron gegründet und 2002 verkauft. Motel One habe der Unternehmer 2000 in Deutschlang gegründet.

In Zürich sei ein Grossprojekt geplant: Hier sollen 350 Gästezimmer in vier zusammenhängenden, aber architektonisch unterschiedlichen Gebäuden entstehen. Motel One reduziere die Zimmer dabei auf das Wesentliche: 16 Quadratmeter, ein Regal am Bett mit zwei Kleiderstangen, ein Schreibtisch mit Hocker und Dock-in-station, Sessel und ein Flachbildschirm. auch das Badezimmer sei spartanisch ausgestattet. In der Schweiz werden sich die Preise um 89 Franken pro Nacht bewegen, schätze Müller. Zürich Tourismus zeige sich erfreut über den Zuwachs an günstigen Hotelzimmern. Dieses Angebot passe sehr gut zum urbanen und trendigen Zürich, so Mediensprecherin Milena Brasi. (fwa)