Schlieren
Herbstnachmittag der Alterskommission: «Die Senioren sollen spüren, dass man an sie denkt»

Beim Herbstnachmittag der Alterskommission hatte die ältere Bevölkerung der Stadt die Gelegenheit, sich wieder einmal auszutauschen.

Ly Vuong
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Rund 300 Seniorinnen und Senioren sind zum Herbstnachmittag gekommen.

Rund 300 Seniorinnen und Senioren sind zum Herbstnachmittag gekommen.

Ly Vuong

Die Alterskommission Schlieren lud gestern zum Herbstnachmittag im Salmensaal ein. Gekommen sind rund 300 Seniorinnen und Senioren. Neben Handörgeli-Toni trat auch der Verein No Limits mit Country- und Western- Tanz auf. Die ganz Mutigen unter den Besuchern durften mittanzen. «Es war super», sagte SP-Gemeinderätin Jolanda Lionello von der Alterskommission, die beim Linientanz «Feeling kinda lonely» mitmachte. Ein weiteres Highlight war die Ziehung der Gewinner für die Fahrt ins Blaue 2018.

Die letzte Fahrt führte die 80 Gewinner des Wettbewerbs ins solothurnische Rüttenen, sagte Organisator Bruno Gächter von der Alterskommission, die den Stadtrat in Altersfragen berät.
«Wir sind seit 40 Jahren gute Freundinnen und hoffen, dass wir die Fahrt ins Blaue gewinnen», sagte die 72-jährige Erika Koch, die mit Ingeborg Wagner, Renate Gritsch und Anna Imhof mitfieberte. Der Herbstnachmittag sei eine gute Gelegenheit, um sich auszutauschen, sagte Koch. «Im Moment sind sie alle hell begeistert von meinem Zucchettikuchen-Rezept», so Renate Gritsch.

Kartoffelernte und Blutbuche

Ein paar Tische weiter schwelgten Franz Studer und Hermann Karl in Erinnerungen. «Wir kennen uns seit 30 Jahren vom Schrebergarten», sagte Studer. Karl ergänzte: «Wir denken gerne an die Zmorge im Schrebergarten zurück, wo ich jeweils selbst gebackene Gipfeli serviere.» Dieses Jahr sei die Kartoffelernte schlecht gewesen, der Sommer war zu trocken. Die Bohnen dagegen seien gut gekommen; sie seien auch weniger wetterempfindlich, diskutierten die beiden.

Auch Hugo Wettstein und das Ehepaar Herter kennen sich vom Schrebergarten. «Meine Freundin ist gerade im Spital. Hier in Gesellschaft finde ich etwas Ablenkung», so Wettstein, der in Schlieren geboren und aufgewachsen ist. Zum Beispiel beim Diskutieren über aktuelle Themen, welche die Stadt bewegen: «Für mich gehört die alte Blutbuche auf dem Stadtplatz, die gefällt werden soll, einfach zu Schlieren», meinte Wettstein und fand Zuspruch von den Herters.

Den Herbstnachmittag habe Margot Gysling vor 30 Jahren ins Leben gerufen, erklärte Alt-Stadtrat Robert Welti. Die Stadt unterstütze den Herbstnachmittag, damit die Senioren wissen, dass sie nicht alleine sind mit ihren Alltagssorgen, sagte Sozialvorstand Christian Meier. «Die Senioren sollen spüren, dass man an sie denkt», so Margret Jakal von der Alterskommission.