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Hells Angels verlieren eines ihrer ältesten Mitglieder

Die Hells Angels Zürich beklagen den Tod von «Appenzeller-Johnny», einer der Gründer des ältesten Charters Kontinental-Europas.

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Keystone

Seit einigen Tagen häufen sich die Kondolenzschreiben auf der Website der Hells Angels Zürich. «Ruhe in Frieden, Jonny 81» ist eine der häufigen Mitteilungen. Oder «Danke, dass ich Dich über 40 Jahre kennen durfte!»

Früher Mitstreiter von «Tino»

«Appenzeller-Johnny» wie ihn seine Hells Angels-Kollegen nannten, war eines der ältesten Mitglieder des HAMC Zürich. Bereits im Vorgänger-Club «Lone Stars» war er in den 60er-Jahren aktiv und kannte den ersten Hells Angels Zürich-Präsidenten Martin «Tino» Schippert, der vor über 30 Jahren (1981) unter ungeklärten Umständen in Südamerika verstarb.

Appenzeller-Johnny war auch bei der Gründung der Hells Angels 1970 dabei. Als die Hells Angels in Zürich die ersten juristischen Probleme bekamen, nahm sich der bekannte Pfarrer Ernst Sieber ihrer an. Er sorgte dafür, dass die Rocker im Sihltal die Wasserversorgung einer armen Bauernfamilie sanierten - und dass die Medien davon gebührend Kenntnis nahmen.

Dabei blieb der Spass nicht auf der Strecke: Bei einer Einweihung der neuen Brunnenstube, in Anwesenheit von der damaligen Ständerätin Emilie Lieberherr, tischten die Rocker einen Haschkuchen auf. Appenzeller-Johnny freute sich noch Jahre diebisch über diesen Streich und meinte gegenüber dem Journalisten Willi Wottreng verschmitzt: «Den Haschkuchen hat die Stadt durch die Subvention für unsere Aktion selbst bezahlt.» (cbk)

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