In der Rockerszene ist nun doch noch Blut geflossen. Nachdem am Wochenende sowohl in Dietikon wie auch am Züri-Fäscht ein Aufeinandertreffen der Hells Angels und der Black Jackets von den Behörden verhindert werden konnte, kam es am Montag in Oftringen (AG) zum Zusammentreffen der beiden Rockergruppen.

Vor einer Tankstelle schlugen sich die Rocker gewaltig die Köpfe ein. Einer der Prügler, der mit Schlagstock, Messer und Pfefferspray bewaffnet war, wurde von einer Patrouille der Kantonspolizei Aargau festgenommen, wie diese mitteilt.

Bandenkrieg zwischen Hells Angels und Black Jackets in Oftringen ausgetragen

Bandenkrieg zwischen Hells Angels und Black Jackets in Oftringen ausgetragen

Ein weiteres Mitglied musste mit Gesichtsverletzungen ins Spital gebracht werden. Die restlichen Beteiligten machten sich aus dem Staub, bevor die Verstärkung der Polizeipatrouille am Ort des Geschehens eintraf.

Veranstalter legt Rekurs ein

Um solche Szenen zu vermeiden, wurde am Samstagabend der Kampfsport-Event «Ready4War» in Dietikon kurzfristig abgesagt. Offenbar hätten die Hells Angels vom Veranstalter des Anlasses, Mirko Kuhn, verlangt, dass er einen Kampf eines Black-Jackets-Mitglieds absagen soll. Ansonsten wäre eine Prügelei die Folge.

Der Veranstalter sagte den Kampf nicht ab, da eine Absage nur erfolgen könne, wenn einer der Kämpfer eine gravierende Verletzung habe. Auf einen Hinweis der Kantonspolizei Zürich hin wurde der Anlass dann verboten. Der Dietiker Sicherheitsvorstand Heinz Illi hatte dafür eine Präsidialverfügung in die Wege geleitet.

Gegen diese Verfügung legt der Veranstalter und aktive Kampfsportler Kuhn nun Rekurs ein, um Schadensersatzforderungen geltend zu machen, wie der «Tages-Anzeiger» am Dienstag schrieb. Kuhn selbst wollte dies gegenüber der «Limmattaler Zeitung» nicht bestätigen.

Den Ärger der Hells Angels zogen die Black Jackets offensichtlich mit dem Rapper «Toni der Assi» auf sich, der mit einer Biker-Kutte der Jackets mitten in Zürich auftrat.