Zürich

Heimatschutz will die Bahnanlage in Bubikon erhalten

Der Gemeinderat von Bubikon plant den Landverkauf für einen Teilbereich des 3 Kilometer langen Industriestammgleises Bubikon-Wolfhausen. (Symbolbild)

Der Gemeinderat von Bubikon plant den Landverkauf für einen Teilbereich des 3 Kilometer langen Industriestammgleises Bubikon-Wolfhausen. (Symbolbild)

Für den Zürcher Heimatschutz (ZVH) sind die erhaltenen Teilstücke der Uerikon-Bauma-Bahn UeBB wichtige Zeugen der Bahn- und Industriekultur des Zürcher Oberlandes. Er hat daher gegen einen geplanten Landverkauf Rekurs beim Bezirksrat Hinwil eingelegt.

Der Gemeinderat von Bubikon plant den Landverkauf für einen Teilbereich des 3 Kilometer langen Industriestammgleises Bubikon-Wolfhausen, wie der ZVH an Dienstag mitteilte. Der Gemeinderat beschloss daher die Umwidmung von fünf Teilstücken vom Verwaltungs- ins Finanzvermögen.

Die Uerikon-Bauma-Bahn UeBB geht auf die Initiative des Jungfraubahn-Erbauers und Spinnerei-Unternehmers Adolf Guyer-Zeller zurück. Er wollte um 1900 das Tösstal und seine Fabrik in Neuthal mit der Gotthardbahn nach Süden und ohne Umweg über Winterthur mit dem Norden verbinden.

Von der ursprünglichen Strecke ist das Teilstück Bauma-Hinwil geblieben. Es wird von den historischen Zügen des Dampfbahn-Vereins Zürich Oberland DVZO genutzt und auch die 3 Kilometer Industriestammgleis von Bubikon nach Wolfhausen sind noch gut unterhalten und können beispielsweise mit Draisinen befahren werden.

Dem ZVH will es nicht einleuchten, dass verschiedene Teilstücke diverser Jakobswege, mittelalterliche Restwegstücke oder gar römische Wegverbindungen schützenswert sind, das Zeugnis einer so prominenten Bahnanlage jedoch nicht, wie es in der Mitteilung heisst.

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