Zürichsee
Hartes Brot für Fischer - ein Viertel weniger Fische im Netz

Den Berufsfischern am Zürichsee und Zürich-Obersee sind 2016 ein Viertel weniger Fische ins Netz gegangen als im Durchschnitt des vergangenen Jahrzehnts.

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Stark abgenommen haben die Fänge von Felchen und Alebli, diese wären für Berufsfischer wirtschaftlich besonders wichtig. (Symbolbild)

Stark abgenommen haben die Fänge von Felchen und Alebli, diese wären für Berufsfischer wirtschaftlich besonders wichtig. (Symbolbild)

Keystone

Besonders die Fänge von Felchen und Albeli, die für die Berufsfischer wirtschaftlich wichtig seien, hätten erneut stark abgenommen, teilte die St. Galler Staatskanzlei am Mittwoch mit.

Konkret meldete die Fischereikommission für den Zürichsee, Linthkanal und Walensee für 2016 den Fang von 188 Tonnen Fisch, gegenüber 219 Tonnen im Vorjahr.

Im Linthkanal waren es noch 600 Kilogramm Fisch - der tiefste Fangertrag sei Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1940. Von der Renaturierung der Linth habe man eine Verbesserung der Fischbestände erwartet. Doch bisher hätten sich die Veränderungen noch nicht in den Fängen niedergeschlagen. Dies zeige auch der Abschlussbericht zur Äschenstudie im Linthkanal.

Nase kehrt zurück

Die Verfasser hätten verschiedene Empfehlungen abgegeben: Dazu gehört die Schaffung von zusätzlichen Laichplätzen sowie "ein Management von Räubern wie Kormoranen".

Es gibt auch positive Entwicklungen. So werde das renaturierte Ufer der Linth von Jungäschen intensiv genutzt. Weil nun die Voraussetzungen für eine Wiederansiedlung der zur Familie der Karpfenfische gehörenden Nase erfüllt sind, wurden im Herbst 2015 rund 15'000 junge Nasen und im September 2016 weitere 30'500 Fische ins Wasser gesetzt. Im System des Zürichsee/Linthkanal/Walensee war die Nase zuvor 20 Jahren lang nicht mehr nachgewiesen worden.