Die Ortung der frei verfügbaren Signale ist aus personen- und datenschutzrechtlicher Sicht unbedenklich, wie die Stadt am Dienstag mitteilte. Rückschlüsse auf die Identität von Personen oder auf die Inhalte von Mobiltelefonen sind mit den erhobenen Daten nicht möglich.

Die neue Technologie ermöglicht Rückschlüsse auf Wegbeziehungen und zeigt, wo es eng wird am Hauptbahnhof, woher die Menschen in den Bahnhof strömen, wohin sie gehen und wo es sich staut. Die Messboxen installiert das städtische Tiefbauamt gemeinsam mit SBB und VBZ (Verkehrsbetriebe Zürich).

Die erhobenen Daten dienen dem Verständnis der vielschichtigen Verkehrsbeziehungen und zeigen beispielsweise auf, welche Zu- und Abgänge stark belastet sind und wo bauliche Massnahmen notwendig sind. Ergebnisse der Messungen werden für die erste Jahreshälfte 2013 erwartet.

Schweizweite Verbesserung im Personenfluss

Ein ähnliches Projekt hat die SBB in Zusammenarbeit mit der ETH Lausanne gestartet. Dabei werden die Passantenströme allerdings mit Infrarotsensoren erfasst. Diese messen die Wärmestrahlung von Personen.

Mit den so erhobenen Daten erhofft sich die SBB Erkenntnisse, um den Personenfluss in Bahnhöfen schweizweit zu verbessern, wie SBB- Sprecher Daniele Pallecchi gegenüber der Nachrichtenagentur sda sagte. Am Basler Bahnhof beginnen die Messungen Ende Oktober, in Lausanne laufen sie seit August.