Vor zwei Wochen hat David Sassan Müller, Anwalt und Rechtsberater bei der Aargauischen Industrie- und Handelskammer, eine Anzeige gegen Werber Parvez Sheik Fareed angekündigt. Dieser hatte das Hakenkreuz-Plakat gestaltet, das in den Bahnhöfen Zürich und Genf für ein Nein zur Durchsetzungsinitiative warb.

«Ich war krank, nun geht die Anzeige aber am Donnerstag auf die Post», sagt Müller auf Nachfrage der az. Ob die Zürcher Behörden darauf eingehen, ist aber fraglich.

Kampf der Symbole: Im «TalkTäglich» rechtfertigt Werber Sheik Fareed sein Abstimmungsplakat mit Hakenkreuz.

Kampf der Symbole: Im «TalkTäglich» rechtfertigt Werber Sheik Fareed sein Abstimmungsplakat mit Hakenkreuz.

Sehen Sie im Zusammenschnitt die wichtigsten Momente aus dem Werber-Streitgespräch.

Wie die Nachrichtenagentur SDA meldet, hat die Staatsanwaltschaft bei einer anderen Anzeige entschieden, kein Verfahren wegen Verstosses gegen das Wappenschutzgesetz zu eröffnen. Der zuständige Staatsanwalt Markus Imholz sagte der SDA, Voraussetzung für ein Verfahren wäre die vorsätzliche Geringschätzung des Schweizer Wappens.

In diesem Falle liege das Gegenteil vor. Der Urheber habe das Kreuz vor einer Entwicklung zum Hakenkreuz bewahren wollen. Bei der Anzeige von David Sassan Müller liegt der Fall anders: Er bezieht sich nicht auf das Wappenschutzgesetz, sondern auf die Rassismus-Strafnorm. (fh)