Die Stimmberechtigten des Kantons Zürich entscheiden am 4. September an der Urne, ob das Grossprojekt PJZ auf dem Areal im Quartier Aussersihl definitiv begraben wird oder nicht. Die PJZ- Gegner propagieren im Abstimmungskampf, statt des «Polizeipalasts» seien auf dem Areal 1000 bezahlbare Wohnungen zu erstellen.

Für das PJZ, ein 300 Meter langer Gebäudekomplex, sind knapp zwei Drittel des 63'000 Quadratmeter grossen Güterbahnhof-Areals nötig. Auf dem restlichen Drittel könnten durchaus Wohnungen und Räume fürs Gewerbe erstellt werden, sagte Baudirektions-Sprecher Dominik Bonderer auf Anfrage.

Im Gestaltungsplan vorgesehen

Das sei im PJZ-Gesetz und im Gestaltungsplan sogar ausdrücklich so vorgesehen. Bedingung sei allerdings, dass die Wohn- und Gewerberäume später einmal umgenutzt werden können, falls das PJZ zusätzlichen Raumbedarf hat.

Im PJZ sollen die Strafverfolgungsbehörden und die Polizei, die heute auf rund 30 Standorte verteilt sind, an einem Ort zusammengeführt werden. Es ist auch ein Gefängnistrakt geplant. 2003 hatte das Volk Ja gesagt zu einem PJZ-Gesetz und einem Rahmenkredit von 490 Millionen Franken.

Kosten steigen auf 700 Millionen Franken

Nach fast siebenjähriger Planungszeit und zahlreichen Anpassungen stiegen die Kosten zunächst auf 700 Millionen Franken, worauf der Regierungsrat das Projekt wieder abspeckte. Der Kantonsrat lehnte aber im letzten Herbst den 570-Millionen-Franken-Objektkredit knapp ab.

Gegen den Kantonsratsentscheid von Anfang 2011, das PJZ-Gesetz aufzuheben, wurde dann das Referendum ergriffen und so der Weg frei gemacht für einen neuen Volksentscheid.