Billig ist ein Aufenthalt in einem Pflegezentrum dennoch nicht.

In den letzten 15 Jahren wurde ein Grossteil der städtischen Pflegezentren umfassend saniert. Damit einher ging immer auch eine Verbesserung des Komforts, wie es in einer Mitteilung des Stadtrates vom Dienstag heisst.

Die meisten der 1600 Bewohnerinnen und Bewohner von städtischen Pflegezentren wohnen heute in Einer- oder Zweierzimmern mit Lavabo oder direktem Zugang zu einer Nasszelle. Spitalähnliche Bauten mit vielen Mehrbettzimmern sind grösstenteils verschwunden.

Die Zunahme der Anzahl Zimmer höherer Komfortstufen bringt der Hotellerie (Unterkunft und Verpflegung, Reinigung und Wäscheservice) Mehreinnahmen. Die Hotellerie darf aber von Gesetzes wegen keinen Gewinn machen. Folglich können ihre Taxen leicht gesenkt werden.

Die Reduktionen betragen für gewissen Zimmerkategorien zwischen 1 und rund 20 Franken pro Tag. Davon profitieren rund 90 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner. Für rund 10 Prozent kommt es zu einer Erhöhung der Hotellerie-Taxen von 4 Franken pro Tag.

Viele sind auf Unterstützung angewiesen

Auf die Gesamtkosten für den Aufenthalt in einem städtischen Pflegeheim hat die neue Taxordnung bei der Hotellerie wenig Einfluss. Ab dem 1. April sind pro Tag minimal 191.60 Franken zu bezahlen. Der Maximalbetrag liegt bei 261.60 Franken.

Etwa 60 Prozent der Bewohnerinnnen und Bewohner können diesen Betrag aus Vermögen und Einkommen nicht bezahlen, wie Kurt Meier, Direktor der Pflegezentren der Stadt Zürich, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte. Sie sind auf Zusatzleistungen zur AHV/IV angewiesen.