Raser
Gubrist-Raser zu zwei Jahren bedingter Haftstrafe verurteilt

Auf der Flucht vor der Polizei raste der 29-Jährige aus dem Zürcher Unterland mit durchschnittlich 230 km/h durch den Gubristtunnel. Am Montag wurde der Temposünder zu einer bedingten Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt.

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Der Gubristtunnel auf der A1 (Archiv)

Der Gubristtunnel auf der A1 (Archiv)

Keystone

Der Richter des Zürcher Bezirksgerichts folgte damit dem Vorschlag des Staatsanwalts und der Verteidigung. Eine Busse von 1000 Franken wurde zu 40 Stunden gemeinnütziger Arbeit umgewandelt. Zusätzlich muss der Verurteilte die Gerichtskosten von über 15 000 Franken bezahlen. Sein Auto von damals wurde vom Staatsanwalt beschlagnahmt und der Führerausweis wurde dem Raser auf unbestimmte Zeit entzogen.

Bereits mit 113 km/h überholte der Raser am 03.Juni 2011 auf der Förrlibuckstrasse im Kreis fünf ein ziviles Fahrzeug der Kantonspolizei. Sofort nahm die Polizei die Verfolgung mit Blaulicht und Sirene auf. Dies veranlasste den 29-Jährigen nicht etwa zum Anhalten.

Eine wilde Verfolgungsjagd begann. Der Rowdy bog via Duttweiler-/Pfingstweidstrasse auf die A1 ein. Er überfuhr mit 100 km/h einen Fussgängerstreifen und ein Rotlicht. Als ob das noch nicht reichte, drückte der Fahrer des illegal aufgetunten BMW M5 noch fester aufs Gaspedal. Mit durchschnittlich 230 km/h bretterte er durch den Gubristtunnel.

Die Polizei musste damals die Verfolgung aus Sicherheitsgründen aufgeben. Ein paar Stunden später konnten sie den Mann an seinem Wohnort in Dällikon verhaften.

Der Raser zeigte sich am Montag geständig und bereute seine Tat. Freiwillig besuche er seit einiger Zeit eine Therapie.

(pas)

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