Swissmill-Tower
Grünliberale fordern: Der "Schandfleck" soll begrünt werden

Grünliberale Politiker wollen den Swissmill-Tower vertikal begrünen, um seine Fassade gestalterisch aufzuwerten. Diese Idee hatte bereits Architektin Miriam Vázquez, allerdings wäre sie gemäss ihren Berechnungen unbezahlbar.

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Swissmill
8 Bilder
Gestaltungsvorschlag von Studio Forma Architects in der Nacht. zvg
Diese Visualisierung erinnert an die Waterfall-Installationen des Künstlers Olafur Eliasson. Auf Anfrage erklärt Studio Olafur Eliasson allerdings, dass er nichts damit zu tun habe. Quelle Twitter
Vorschlag mit einem überdimensionierten Blumenmädchen des vietnamesisch-amerikanischen Künstlers Duy Huynh Quelle Facebook
3 beleuchtete Aussenlifte, einen Saal mit Aussichtsplattform, und ein sich wandelndes Lichtkonzept schlägt Facebook-User Bruno Macor vor. Quelle FB
Was Facebook-User Morty McFly vom Getreidesilo hält, wird hier schnell klar. Quelle Facebook
Vom Swissmill- zum Twin-Tower - ein rabenschwarzer Beitrag des Facebook-Users Crisiov Lafleur.
Und es geht sogar noch extremer, wie in einem Facebook-Eintrag zu sehen ist. Quelle Facebook

Swissmill

Zur Verfügung gestellt

Mit seiner 118 Meter hohen Betonfassade ist der Swissmill-Turm das zweithöchste Gebäude in Zürich. Wenn es nach Stimmen aus der Bevölkerung geht, steht es jedoch in der Antiästhetik auf dem ersten Platz. Selbst Stadtrat Richard Wolff bezeichnete es einst als "Betonklotz mit dem charme eines Denkmals für einen Diktator".

Vor sechs Jahren wurde über den Bau des grauen Monolithen abgestimmt; von den Grünliberalen plädierte einzig Gemeinderat Guido Trevisan dagegen. Jetzt will er zusammen mit seinem Fraktionskollegen Shaibal Roy eine ästhetische Korrektur vornehmen, wie der "Tagesanzeiger" schreibt. In einem Postulat fordern sie den Stadtrat auf, zu prüfen, wie die Fassade gestalterisch aufgewertet werden könnte.

Zwei Vorschläge schwebt den GLP-Politikern vor: Entweder seien Lichtprojektionen, wie man sie vom Grossmünster her kennt, oder eine vertikale Begrünung für den Turm geeignet.

Idee ist nicht neu

Auch Beni Weder, Präsident des Quartiervereins Wipkingen, kann sich den begrünten Vorschlag vorstellen. Sämtliche Änderungsvorschläge sollen in Rücksprache mit Swissmill und unter Einbezug der Quartierbevölkerung erfolgen.

Die Idee, den Turm zu begrünen, ist nicht neu. Bereits Miriam Vázquez vom Zürcher Architekturbüro Studio Forma schlug vor, die untere Hälfte des Monolithen vertikal zu begrünen, "um den naturverbundenen Bezug zum Wasserlauf der Limmat zu animieren", wie sie Ende April gegenüber der Limmattaler Zeitung sagte.

Beim oberen Teil stellte Vázquez sich eine Glas- oder Spiegelfassade vor. Allerdings schätzte sie die Kosten alleine für den begrünten Teil auf zwischen 2000 und 4000 Franken – pro Quadratmeter.

Der Bau des Swissmill-Towers in Bildern:

Blick auf den Swissmill-Tower.
8 Bilder
So sah Swissmill zuvor aus
Die Swissmill wurde auf eine Höhe von 118 Metern aufgestockt, während der Betrieb weiterlief.
Die Swissmill wurde auf eine Höhe von 118 Metern aufgestockt, während der Betrieb weiterlief.
Die Baustelle Swissmill-Silo's, eines des hoechsten Gebaeudes der Schweiz, aufgenommen Juli 2015
Die Baustelle Swissmill-Silo's, eines hoechsten Gebaeude der Schweiz, spiegelt sich in einer Wasserpfuetze
Fast wie ein Wolkenkratzer: Der Swissmill-Tower wird gebaut.
Blick vom Dach der Swissmill über den SBB Viadukt Wipkingen und den Stadtkreis 5 von Zürich.

Blick auf den Swissmill-Tower.

Keystone