Winterthur
Grüne verteidigen ihren Sitz im Stadtrat

Jürg Altwegg (Grüne) konnte sich deutlich gegen den SVP-Kandidaten Daniel Oswald durchsetzen.

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Das Stadthaus ist Regierungssitz des Winterthurer Stadtrats.

Das Stadthaus ist Regierungssitz des Winterthurer Stadtrats.

Keystone

Jürg Altwegg (Grüne) hat die Wahl in den Winterthurer Stadtrat geschafft. Er setzte sich deutlich gegen den SVP-Kandidaten Daniel Oswald durch. Die Stimmbeteiligung betrug 35,95 Prozent.

Dem Grünen Jürg Altwegg ist es gelungen, für seine Partei den Stadtratssitz des zurückgetretenen Matthias Gfeller zu verteidigen. Er gewann mit 14'257 zu 8624 Stimmen gegen Daniel Oswald von der SVP.

Altwegg lag in allen Stadtkreisen vorne, ausser in Seen. Dort erhielt Oswald 2084 Stimmen, zehn mehr als der neue Stadtrat.

Altwegg freute sich sichtlich über das Resultat, vor allem auch, weil es sehr deutlich sei. "Die Winterthurer wollten nicht, dass die bürgerliche Mehrheit noch stärker wird", versuchte er seinen Sieg einzuordnen. Im Winterthurer Stadtrat hält die SP zwei Sitze, die FDP ebenso. CVP und SVP haben je einen Sitz.

Stadtpräsident Michael Künzle (CVP) gratulierte Altwegg mit einem Blumenstrauss. Er sagte, Altwegg werde sich mit vollem Einsatz für Winterthur engagieren. "Da habe ich gar keine Bedenken", sagte Künzle zum neugewählten Stadtrat.

Der unterlegene Oswald akzeptierte die Niederlage und sagte: "Die politische Arbeit geht genau gleich weiter." Oswald hatte im ersten Wahlgang noch das beste Resultat erzielt.

SP, EVP und GLP zogen in der Folge ihre Kandidaten zurück. SP und EVP hatten dem Grünen-Kandidaten Altwegg die Unterstützung zugesichert.

Die Ersatzwahl wurde nach dem Rücktritt von Matthias Gfeller (Grüne) notwendig. Er war wegen der Wärmering-Affäre unter Beschuss geraten und schliesslich wegen gesundheitlicher Probleme zurückgetreten.