Politische Rechte
Grüne und AL wollen Kindern und Jugendlichen eine Stimme geben

Auch Kinder und Jugendliche sollen im Kanton Zürich auf politischer Ebene künftig mitreden können. Grüne und AL haben mit diesem Ziel im Kantonsrat zwei Vorstösse eingereicht. Damit wollen sie ein Gegengewicht zur «Seniorenwählerschaft» schaffen.

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Wahllokal: Auch Kinder und Jugendliche sollen hier künftig anzutreffen sein.

Wahllokal: Auch Kinder und Jugendliche sollen hier künftig anzutreffen sein.

Die grünen Kantonsräte Andreas Wolf (Dietikon) und Ralf Margreiter (Zürich) sowie der Zürcher AL-Kantonsrat Markus Bischoff fordern mit einer Parlamentarischen Initiative die Einführung des Stimmrechts auch für Kinder und Jugendliche. Stellvertretend für sie sollen die Inhaber des elterlichen Sorgerechts an den Abstimmungen teilnehmen.

Mit der Neuerung wollen die Initianten die jungen Menschen in die politischen Prozesse integrieren sowie ihr politisches Interesse und Verständnis fördern, wie sie in einer Mitteilung schreiben. Zudem wollen sie den «demografischen Trend zu einer Seniorenwählerschaft» brechen.

Andreas Wolf reichte zudem zusammen mit seinen Parteikolleginnen Claudia Gambacciani (Zürich) und Regula Kaeser-Stöckli (Kloten) eine Motion ein. Der Regierungsrat soll die gesetzlichen Grundlagen für die Schaffung eines Jugendparlaments auf kantonaler Ebene schaffen. Dieses soll zu parlamentarischen Vorstössen und zu mündlichen Stellungnahmen im Kantonsrat berechtigt sein.