Mit seiner 118 Meter hohen Betonfassade ist der Swissmill-Turm das zweithöchste Gebäude in Zürich. Wenn es nach Stimmen aus der Bevölkerung geht, steht es jedoch in der Antiästhetik auf dem ersten Platz. Selbst Stadtrat Richard Wolff bezeichnete es einst als "Betonklotz mit dem charme eines Denkmals für einen Diktator".

Vor sechs Jahren wurde über den Bau des grauen Monolithen abgestimmt; von den Grünliberalen plädierte einzig Gemeinderat Guido Trevisan dagegen. Jetzt will er zusammen mit seinem Fraktionskollegen Shaibal Roy eine ästhetische Korrektur vornehmen, wie der "Tagesanzeiger" schreibt. In einem Postulat fordern sie den Stadtrat auf, zu prüfen, wie die Fassade gestalterisch aufgewertet werden könnte. 

Zwei Vorschläge schwebt den GLP-Politikern vor: Entweder seien Lichtprojektionen, wie man sie vom Grossmünster her kennt, oder eine vertikale Begrünung für den Turm geeignet.

Idee ist nicht neu

Auch Beni Weder, Präsident des Quartiervereins Wipkingen, kann sich den begrünten Vorschlag vorstellen. Sämtliche Änderungsvorschläge sollen in Rücksprache mit Swissmill und unter Einbezug der Quartierbevölkerung erfolgen.

Die Idee, den Turm zu begrünen, ist nicht neu. Bereits Miriam Vázquez vom Zürcher Architekturbüro Studio Forma schlug vor, die untere Hälfte des Monolithen vertikal zu begrünen, "um den naturverbundenen Bezug zum Wasserlauf der Limmat zu animieren", wie sie Ende April gegenüber der Limmattaler Zeitung sagte.

Beim oberen Teil stellte Vázquez sich eine Glas- oder Spiegelfassade vor. Allerdings schätzte sie die Kosten alleine für den begrünten Teil auf zwischen 2000 und 4000 Franken – pro Quadratmeter. 

Der Bau des Swissmill-Towers in Bildern: