Zürcher Gemeinderat

Grünes Licht für Blaulicht-Ausbildungszentrum

Die Feuerwehr Zürich soll zusammen mit der Sanität und der Polizei ein Ausbildungszentrum erhalten.

Die Feuerwehr Zürich soll zusammen mit der Sanität und der Polizei ein Ausbildungszentrum erhalten.

Sanität, Polizei und Feuerwehr der Stadt Zürich erhalten ein gemeinsames „Schulhaus“. Der Zürcher Gemeinderat hat am Mittwochabend dem Um- und Ausbau des Ausbildungszentrums Rohwiesen (AZR) einstimmig zugestimmt.

Allerdings müssen sich die Mitglieder der Blaulichtorganisationen noch etwas gedulden, bis sie zusammen und in einer moderneren Umgebung die Schulbank drücken werden. Das Stadtparlament hat lediglich einer Erhöhung des Projektierungskredits auf 9,4 Millionen Franken zugestimmt.

Das ganze Projekt dürfte rund 102 Millionen Franken kosten und voraussichtlich 2017 dem Stimmvolk vorgelegt werden. Pläne, die Ausbildung aller „Blaulicht“-Berufe unter einem Dach zu vereinen, gibt es seit Jahren.

Nachdem also ein langer Weg hinter allen Beteiligten liegt, sprach Hochbauvorsteher André Odermatt (SP) von einem "Meilenstein, der das Parlament passiert“. Polizeivorstand Richard Wolff (AL) bezeichnete den Moment, in dem das Go für die weitere Planung erteilt werde, als „historisch“.

Investition zum Wohl der Stadtzürcher Bevölkerung

Der Vorsteher des Polizeidepartementes betonte, es sei enorm wichtig, dass Leute, die auf dem Schadensplatz zusammenarbeiten müssen, auch gemeinsam aus- und weitergebildet werden. Es gelte das wichtige Prinzip "In Krisen Kompetenzen und Köpfe kennen". Das Projekt ist laut Wolff eine grosse Investition in die Zukunft und zum Wohl und zur Sicherheit der Stadtzürcher Bevölkerung.

Geplant sind auf dem 32‘000 Qudratmeter grossen AZR-Gelände bei Opfikon die Sanierung des Hauptgebäudes von 1973 samt Erweiterung von Küche und Restaurant. Zudem soll es einen Neubau mit Ausbildungs- und Arbeitsräumen geben. Auch die Übungsanlagen im Freien sollen modernisiert werden.

Laut Wolff besuchen rund 5500 Personen das Ausbildungszentrum. Etwa 130 davon stammen nicht aus der Stadt. Diese sollen nach dem Willen des Gemeinderates ein „Kosten deckendes Schulgeld“ entrichten.

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