Zürich
Grosse Sause zum 100-Jahr-Jubiläum des Stadtzürcher Seewasserwerk Moos

Zum Jubiläum lässt die Wasserversorgung Stadt Zürich am kommenden Wochenende im Rahmen eines Wasserfestivals im Hardhof in Zürich-Altstetten die Besucher in eine mystische Umgebung eintauchen.

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Im Seewasserwerk Moos fliesst das Rohwasser durch natürliche Sand- und Aktivkohlefilter.

Im Seewasserwerk Moos fliesst das Rohwasser durch natürliche Sand- und Aktivkohlefilter.

Stadt Zürich

Als Wassertropfen durchschreitet das Publikum auf dem Erlebnispfad "Vom Seewasser zum Trinkwasser" Nebelwände, es hört das Wasser zischen und berührt Sand und Kies - die Filterstufen, welche die Seewasseraufbereitung symbolisieren.

"Die Interessierten hören, fühlen und sehen, was es braucht, damit täglich einwandfreies Züriwasser aus dem heimischen Hahn sprudelt", heisst es in der Mitteilung der Wasserversorgung vom Montag. Zudem gibt es im Grundwasserwerk Hardhof am Samstag und Sonntag Einblick in die Geschichte der Seewasseraufbereitung.

Die Wasserversorgung bietet Einblick in die Steuerzentrale und einen Horizontalfilterbrunnen. Das Publikum hat Gelegenheit im Labor Trinkwasserproben auf den Härtegrad zu testen.

Ausserdem kommt die Aquaexpo in den Hardhof. Die begehbare Erlebnisausstellung beantwortet Fragen rund um das Thema Trinkwasser und Wasserqualität. So erfahren die Besucher unter anderem auch, wie kleine Krebse die Qualität des Züriwassers testen. Das Seewasserwerk Moos wird am Wasserfestival mittels einer virtuellen Aufbereitung in der Tiefgarage des Hardhofes eingerichtet.
Nicht nur für das Trinkwasser wichtig

Das Seewasserwerk Moos ist das älteste Wasserwerk in Zürich und liegt in Wollishofen. Hier werden täglich bis zu 80'000 Kubikmeter Seewasser, das in einer Tiefe von 30 Metern gefasst wird, zu Trinkwasser aufbereitet. Dem Seewasser werden zudem rund 20'000 Kubikmeter Quellwasser aus dem Sihl- und Lorzetal beigemischt.

Das Werk leistet laut Wasserversorgung einen wichtigen Beitrag zur Deckung des städtischen Trinkwasserbedarfs, der durchschnittlich 150'000 Kubikmeter beträgt. Schweizweit bekannt ist die denkmalgeschützte Anlage aber vor allem wegen der speziellen Begrünung der Flachdächer der Filtergebäude.

Dank extensivem Unterhalt hat sich in den vergangenen 100 Jahren eine vielfältige Vegetation mit über 180 Pflanzenarten entwickelt, darunter neun verschiedene Orchideenarten, von denen niemand weiss, wie sie auf die Dächer gelangt sind. Das Seewasserwerk Moos gilt als beispielhaft, wie Dachbegrünungen zur Erhaltung der Biodiversität beitragen können. (sda)