Flammeninferno
Grossbrand beim HB Zürich: Video zeigt Ausmass des Infernos ++ Gebäude einsturzgefährdet ++ Gelände grossräumig evakuiert

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Das Wichtigste in Kürze

  • Neben dem Zürcher Hauptbahnhof ist in der Nacht auf Samstag, kurz nach zwei Uhr, ein Geschäftsgebäude in Brand geraten.
  • Im Gebäude kam es zu zwei heftigen Explosionen.
  • Die Wucht der Explosion schleuderte ein 2 Kilogramm schweres Metallteil einer Gasflasche 200 Meter weit auf die Bahnhofstrasse.
  • Das Haus ist einsturzgefährdet.
  • Die Stadtpolizei Zürich rät die Innenstadt insbesondere im Bereich Bahnhofplatz grossräumig zu meiden.
  • Bei der Explosion erlitt ein in der Nähe des Gebäudes stehender Polizist ein Hörtrauma. Über weitere verletzte Personen ist bis anhin nichts bekannt.
  • Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei und Staatsanwaltschaft liegen keine konkreten Hinweise für ein Delikt vor.

Sehen Sie hier die Sondersendung von TeleZüri zum Grossbrand.

Neben dem Zürcher Hauptbahnhof ist am frühen Samstagmorgen ein Geschäftsgebäude in Brand geraten. Die Rettungskräfte brachten das Feuer im Dachstock mit einem Grossaufgebot gegen vier Uhr unter Kontrolle. Das Haus ist einsturzgefährdet. Ein Polizist wurde verletzt.

Nicht nur die Flammen waren weitherum zu sehen. Es kam auch zwei heftigen Explosionen. Eine AZ-Leserin berichtet: "Ich spürte die Druckwelle der Explosion zu Hause, in 200 Meter Entfernung.» Mindestens ein Trümmerteil wurde rund 200 Meter durch die Luft geschleudert, wie die Polizei am Samstagmorgen mitteilt.

Innert kurzer Zeit gingen bei der Polizei über 50 Notrufe ein, einer auch aus der Nachbargemeinde Kilchberg. Nach Ausbruch des Feuers waren noch viele Passanten und Nachtschwärmer unterwegs.

Die Rettungskräfte wurden um 2.16 Uhr alarmiert, wie ein Sprecher von Schutz & Rettung Zürich vor Ort der Agentur Keystone-SDA sagte. Die Flammen schlugen meterhoch aus dem Dach und waren in der Stadt von weither zu sehen.

Als die Feuerwehr vor Ort eintraf, stand der Dachstock des Eckhauses am Bahnhofplatz und am Bahnhofquai in Vollbrand. Die Flammen breiteten sich rasch vom Dachstock her aus. Insbesondere der Hausteil am Bahnhofquai wurde schwer beschädigt. Der Sachschaden ist gemäss Schutz & Rettung immens.

Der ausgebrannte Dachstock des Gebäudes beim Zürcher Hauptbahnhof, das in der Nacht auf Samstag brannte.
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Am Samstagmorgen ist noch ein Grossaufgebot von Polizei und Rettungskräften am Brandort beim Zürcher Hauptbahnhof.
Gegen 2 Uhr 15 war in einem Eckgebäude in unmittelbarer Nähe des Zürcher Hauptbahnhofs ein Feuer ausgebrochen.
Die Einsatzleitung spricht gemaess einer Mitteilung von einem «immensem Sachschaden», den der Brand verursacht habe.
Nur dank des schnellen Eingreifens der Feuerwehren habe Schlimmeres verhindert werden koennen.
Über verletzte Personen ist weiterhin nichts bekannt.

Der ausgebrannte Dachstock des Gebäudes beim Zürcher Hauptbahnhof, das in der Nacht auf Samstag brannte.

KEYSTONE

Die Rettungskräfte standen nach eigenen Angaben mit einem Grossaufgebot im Einsatz, um das Feuer einzudämmen und ein Übergreifen auf andere Gebäude zu verhindern. Die Feuerwehrleute bekämpften den Brand von Drehleitern und Hubrettern von mehreren Seiten aus. Noch am Morgen löschten sie Glutnester.

Offenbar handelt es sich bei dem Gebäude um jenes des Apple-Resellers Data Quest.
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Die Feuerwehr löscht einen Brand in einem Gebäude am Zürcher Hauptbahnhof.
Menschen beoachten den Brand und die Löscharbeiten.
Beim vom Grossbrand betroffenen Gebäude handelt es sich um ein Geschäftshaus am Zürcher Bahnhofplatz.
Grossbrand beim Bahnhof Zürich.

Offenbar handelt es sich bei dem Gebäude um jenes des Apple-Resellers Data Quest.

watson/sarahserafini

Im Einsatz standen neben der Berufs- und Milizfeuerwehr Zürich sowie Schutz & Rettung auch die Stützpunktfeuerwehren von Wallisellen und Kloten. Hinzu kamen Polizei, Elektrizitätswerk und Verkehrsbetriebe.

Zwei heftige Explosionen

Im Gebäude gab es gemäss einer Mitarbeiterin von Keystone-SDA gegen 2.30 Uhr zwei heftige Explosionen. Dabei explodierte mindestens eine Gasflasche. Ein Trümmerteil wurde nach Behördenangaben rund 200 Meter durch die Luft geschleudert. Bei ersten Abklärungen fand die Polizei an der Bahnhofstrasse ein zwei Kilogramm schweres Metallteil einer Gasflasche. Hinweise auf ein Delikt lagen am Morgen nicht vor.

Bei den beiden Explosionen zog sich ein Polizist ein Hörtrauma zu. Er musste sich im Verlauf des Samstags einer ärztlichen Untersuchung unterziehen. Von Verletzten ausser dem Polizisten hatten die Rettungskräfte am Morgen nach eigenen Angaben keine Kenntnis. In dem betroffenen Gebäude fanden seit einiger Zeit Bauarbeiten statt. Es war unbewohnt.

Das Haus wurde durch den Brand weitgehend zerstört. Es bestehe Einsturzgefahr, sagte der Behördensprecher. Wegen der Grösse des Schadenplatzes und zur Sicherheit der Bevölkerung sperrte die Polizei den Bahnhofplatz und umliegende Strassenabschnitte grossräumig ab.

Tram- und Busverkehr eingestellt

Die Unterführung vom Landesmuseum zur Rudolf-Brun-Brücke wurde wegen der Einsturzgefahr gesperrt. Auch die Bahnhofbrücke ist nicht zugänglich. Die Stadtpolizei rechnete mit einer Freigabe nicht vor dem frühen Abend. Nicht ausgeschlossen ist je nach Beurteilung der Statiker auch eine mehrtägige Sperrung.

Am späteren Morgen waren umfangreiche Strassenreinigungsarbeiten im Gang. Die Coop-Filiale in einem Nachbargebäude blieb vorerst geschlossen. Zudem wurde der Tram- und Busverkehr am Bahnhofplatz eingestellt. Das Tramnetz funktionierte zweigeteilt.

Infolgedessen erwarten die Verkehrsbetriebe für den ganzen Tag Störungen im öffentlichen Verkehr. Der Individualverkehr ist aufgefordert, die Innenstadt und den Bahnhofplatz grossräumig zu umfahren. Der Bahnverkehr ist nicht betroffen und der Hauptbahnhof zu Fuss erreichbar. Allerdings sollte zur Anreise die S-Bahnen benutzt werden.

Die Brandursache war Gegenstand von Ermittlungen. Diese führen die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl, Detektive der Stadtpolizei sowie Brandermittler der Kantonspolizei durch. Die Polizei sucht Zeugen. (sda/az/watson)

Die Infos der Verkehrsbetriebe VBZ (Samstag, 10 Uhr)

Bezüglich der Umleitungen im öffentlichen Verkehr verweisen wir auf die folgenden Informationen der Verkehrsbetriebe Zürich VBZ:

Der Einsatz bei der Bahnhofbrücke führt auf dem Tram- und Busnetz zu erheblichen Einschränkungen.

Die Strecken Central – Bahnhofbrücke – Bahnhofplatz/Bahnhofstrasse sowie Bahnhofquai – Bahnhofplatz – Bahnhofstrasse sind nicht befahrbar. Das Tramnetz ist derzeit organisatorisch rund um den Hauptbahnhof in zwei Teile getrennt.

Erschwerend kommt hinzu, dass dieses Wochenende im Bleicherweg die Gleise ersetzt werden. In Kombination mit den Sperrungen rund um den Hauptbahnhof führt dies dazu, dass auch zwischen Hauptbahnhof und Paradeplatz kein Tramverkehr angeboten wird. Die Ausweichroute über die Tramverbindung Hardbrücke ist durch die Gleisbaustelle ebenfalls unterbrochen.

Betroffen sind die Tramlinien 3, 4, 6, 7, 10, 11, 13, 14, 17 und die Buslinien 31 und 46.

Rund um den Hauptbahnhof stehen die Haltestellen Sihlquai/HB, Stampfenbachplatz, Central, Löwenplatz sowie Sihlquai/HB zur Verfügung.

Genauere Informationen über das Angebot sind auf www.zvv.ch, www.vbz.ch oder in der ZVV-App abrufbar.

Den Fahrgästen mit Ziel/Abgang in der Nähe eines Stadtbahnhofes empfehlen wir, die S-Bahn zu benützen. Auf verschiedenen Verbindungen ist mit längeren Reisezeiten zu rechnen.

Auskünfte betreffend der VBZ-Meldung erteilt die Betriebsleitstelle unter der Telefonnummer 044 411 46 40.