Der Unternehmer aus Küsnacht war erster Ersatz auf der Nationalratsliste der Zürcher SVP. Zwischen 2001 und 2008 war er Generalsekretär der SVP Schweiz. Bereits bei der Bekanntgabe von Zuppigers Rücktritt am 10. September stand Rutz als Nachfolger fest. Der Regierungsrat musste die Wahl aber noch bestätigen.

Zuppiger war über eine Erbschaftsaffäre gestolpert. Er und einer seiner ehemaligen Mitarbeiter wurden von der Zürcher Staatsanwaltschaft wegen Veruntreuung angeklagt. Es geht um einen Betrag in der Höhe von 240'000 Franken.

Christoph Blochers Schwiegersohn nur an dritter Stelle

Nachfolger von Rutz im Zürcher Kantonsrat wird der 62-jährige Zumiker Rolf R. Zimmermann, wie Theres Weber, Präsidentin der Bezirkspartei, auf Anfrage sagte. Der Vermögensverwalter und ehemalige Finanzvorstand von Zumikon war Ende 2009 schon einmal ins Kantonsparlament nachgerückt - 2011 jedoch wieder abgewählt worden.

Rutz' Nachrücken nach Bern hatte in der Bezirkspartei Meilen kurz für Aufruhr gesorgt, weil zunächst unklar war, wer von den Kandidierenden überhaupt in den Kantonsrat möchte. Als Zweiter hinter Zimmermann war Adrian Bergmann platziert, der allerdings bereits zweimal aus dem Parlament abgewählt worden war.

An dritter Stelle auf der Liste wäre Christoph Blochers Schwiegersohn Roberto Martullo gestanden. Dieser liebäugelt bereits seit Längerem mit einem Sitz im Kantonsparlament.