Der Beitrag von jährlich 2,06 Millionen Franken für die Jahre 2012 bis 2015 wurde in der Schlussabstimmung mit 128 zu 30 Stimmen bei einer Enthaltung gutgeheissen. Gegen den Beitrag stimmten die Grünliberalen und eine Minderheit der Grünen.

Die GZA vermarktet den Zürcher Wirtschaftsraum im weltweiten Standortwettbewerb und versucht, ausländische Unternehmen anzulocken. Mitglieder sind die Kantone Glarus, Graubünden, Schaffhausen, Schwyz, Solothurn, Zug und Zürich sowie die Städte Zürich und Winterthur. Der Kanton Zürich ist grösster Geldgeber.

Geprägt war die Debatte im Kantonsrat von kritischen Tönen zum Leistungsausweis der GZA und zum Finanzierungsmodell. Die Ansiedlung von 714 neuen Arbeitsplätzen in vier Jahren sei nicht der grosse Wurf, sagte Lilith Claudia Hübscher (Grüne, Winterthur).

Der bescheidene Leistungsausweis sei auch der Grund gewesen, dass der Kanton Aargau im vergangenen Jahr aus der Organisation ausgetreten sei. Dieses Geld fehle nun. Für die Zukunft müsse eine Finanzierung mit Leistungskomponente angestrebt werden.

Gegen eine weitere Unterstützung sprach sich auch Judith Bellaiche (Kilchberg) im Namen der GLP-Fraktion aus. Die neue Strategie überzeuge nicht. Die GZA lege zu wenig Wert auf eine nachhaltige Standortförderung. Ohnehin sei es fraglich, ob es Aufgabe des Staates sei, das Standortmarketing zu unterstützen.

Standort bekannt machen

Eine Mehrheit der Grünen erachtete die weitere Unterstützung als «Fairplay gegenüber der GZA». «Es wäre nicht fair, die Spielregeln zu ändern», sagte Heidi Bucher-Steinegger (Zürich).

Für Ralf Margreiter (Grüne, Zürich) ist es der «Kredit der letzten Chance». Nach dem «Gewusel» in den vergangenen Jahren habe die GZA mit der Neuausrichtung wesentliche Hausaufgaben erfüllt. Eine grosse Baustelle bleibe die Erfolgskontrolle. Gerade in wirtschaftlich schlechten Zeiten dürfe jedoch das Marketing nicht abgebaut werden.

Für Max Homberger (Grüne, Wetzikon) ist Standortmarketing dagegen «reine Geldverschwendung». Entscheidend für eine Ansiedlung von Unternehmen seien einzig und allein die Standortvorteile.

GZA auf dem richtigen Weg

Dem widersprach Volkswirtschaftsdirektor Ernst Stocker vehement. Wenn man Arbeitsplätze schaffen und den Wohlstand erhalten wolle, brauche es grosse Anstrengungen, um den Standort Zürich bestmöglich zu propagieren, hielt der SVP-Regierungsrat fest. Nach der Neuausrichtung sei die GZA auf dem richtigen Weg.

Die Greater Zurich Area war im vergangenen Jahr in die Schlagzeilen geraten, weil verschiedene Mitglieder mit ihrer Arbeit nicht mehr zufrieden waren. Mehrere namhafte Wirtschaftsunternehmen verliessen die Organisation, in der Meinung, sie hätten zwar zahlen, aber kaum mitbestimmen können.

Der Zürcher Regierungsrat hatte die weitere Unterstützung von einer neuen Strategie der GZA abhängig gemacht. Weil Ende 2010 die Neuausrichtung noch nicht umgesetzt war, hatte der Regierungsrat für das laufende Jahr als Übergangslösung einen Beitrag von 1,88 Millionen Franken bewilligt.