Bildende Kunst
Grafikfolgen von Louise Bourgeois an der ETH in Zürich

Unter dem Titel «Between the Lines» zeigt die Graphische Sammlung der ETH Zürich Graphikfolgen der amerikanisch-französischen Künstlerin Louise Bourgeois. Themen der Blätter, Zyklen und Künstlerbücher sind Erlebnisse und Gefühle der Kindheit.

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Louise Bourgeois 1990 vor einem ihrem Kunstwerke (Archiv)

Louise Bourgeois 1990 vor einem ihrem Kunstwerke (Archiv)

Keystone

Zeitlebens habe die Bildhauerin und Zeichnerin Louise Bourgeois (1911-2010) ihre Inspiration aus der eigenen Kindheit geschöpft, schreibt die Graphische Sammlung der ETH in ihrer Medienmitteilung. Sie habe diesen Lebensabschnitt als traumatisch erlebt; ihre Kunst «galt ihr stets als Garantie für die eigene geistige Gesundheit».

Insbesondere die Grafik begriff sie als «kreatives Abenteuer». In zahlreichen Zyklen versuchte sie, die in der Kindheit erlebte Ängste, Verletzungen und Enttäuschungen in Bild und Text zu begreifen und zu verarbeiten.

Auf explizite Aussagen verzichtete die Künstlerin. «Ich rede nie wörtlich», betonte sie. Dafür tummeln sich auf den Blättern ihre berühmten Spinnen, sie bringt ein poetisches Blumen-Vokabular zu Papier, strenge Konstruktionen oder rätselhafte Albtraumvisionen.

Vor zwei Jahren hat die Graphische Sammlung das Künstlerbuch «The Puritan» (1990) mit acht Kupferstichen und einem Text der Künstlerin gekauft. Dieser Erwerb ist Anlass der Ausstellung. Er wird präsentiert zusammen mit grafischen Folgen aus öffentlichen und privaten Sammlungen in der Schweiz und im Ausland.